"HORIZONT3000 - der Zukunft einen Schritt voraus" Ferrero-Waldner begrüßt Gründung der größten österreichischen Organisation im Bereich Entwicklungszusammenarbeit

Außenministerin Ferrero-Waldner und die Geschäftsführung der neu gegründeten Organisation für Entwicklungszusammenarbeit HORIZONT3000 haben heute einen Vertrag zur Übernahme bestehender Projekte unterzeichnet. HORIZONT3000 geht aus dem Zusammenschluss des Österreichischen Entwicklungsdienstes, des Instituts für Internationale Zusammenarbeit und der Kofinanzierungsstelle für Entwicklungszusammenarbeit hervor und ist damit die größte österreichische Nichtregierungsorganisation im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Die Gründerorganisationen erwarten sich von diesem Zusammenschluss organisatorische und finanzielle Synergieeffekte sowie besseren Zugang zu Projektförderungen. Außenministerin Ferrero-Waldner begrüßte die Fusion als "zukunftsweisenden Schritt" und als "vorausschauende Maßnahmen im Sinne einer langfristigen Existenzsicherung".

Größter Projektträger der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Mit dem Institut für Internationale Zusammenarbeit (IIZ) und dem Österreichischen Entwicklungsdienst (ÖED) gehen zwei der traditionsreichsten und größten österreichischen Entsendeorganisationen für Entwicklungshelfer in HORIZONT3000 auf. Die Kofinanzierungsstelle für Entwicklungszusammenarbeit bringt vor allem Expertise in Fragen der Projektfinanzierung in die neue Organisation ein.
Horizont3000 wird die größte Entsendeorganisation für Entwicklungshelfer sein und mit 201 Projekten der größte Projektträger der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Außenministerin Ferrero-Waldner sieht darin eine für beide Seiten sinnvolle Weiterentwicklung: "Wir bekommen damit einen stabilen und zuverlässigen Partner zur Durchführung von Entwicklungsprojekten. Die Konzentration erheblicher Budgetmittel in einer Hand wird Transaktionskosten für Projekte verringern und mehr Geld kann direkt in die Projekte vor Ort fließen. Die Koordination mit nur einem statt wie bisher 3 Partnern wird außerdem für beide Seiten die Zusammenarbeit wesentlich vereinfachen.

Gründer und finanzielle Träger von HORIZONT3000 sind die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreichs, die Katholische Männerbewegung Österreichs, die Katholische Frauenbewegung Österreichs, Caritas Österreich, Welthaus Graz und das Referat der Erzdiözese Wien für Mission und Entwicklung. Durch den Rückhalt dieser stark im Spendenwesen verankerten Trägerorganisationen erhält HORIZONT3000 eine solide Eigenmittelbasis, die die Grundlage für die Kofinanzierung von Projekten durch öffentliche Stellen ist.

Neuer "European Player"
Von der Zusammenführung der 3 Organisationen erwarten sich Trägerorganisationen und Mitarbeiter inhaltliche und finanzielle Synergieeffekte auf mehreren Ebenen. Heinz Hödl, Vorsitzender von HORIZONT3000, sieht deutliche Vereinfachungen in der Struktur der Trägerorganisationen, ebenso bei Verwaltung und Projektmanagement in Österreich und in Entwicklungsländern. Durch die verbesserte Kosteneffizienz sollen künftig noch mehr Mittel direkt in die Projektumsetzung fließen.
Positive Effekte, so Hödl weiter, seien auch in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit zu erwarten: "Wir setzen darauf, dass mit der neu entstehenden Organisationsdimension von HORIZONT3000 auch die Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit der Entwicklungszusammenarbeit in der österreichischen Öffentlichkeit deutlicher in den Vordergrund tritt." Damit verbunden seien auch mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung von Entwicklungspolitik in Österreich und auf europäischer Ebene. Horizont3000 werde noch mehr als seine Vorläuferorganisationen ein European Player sein.

Bündelung von Expertise und Ausbau des Leistungsspektrums HORIZONT3000 erweitert die bisherigen, klassischen Kompetenzfelder der Trägerorganisationen um mehrere Dienstleistungen, die auch extern angeboten werden: Organisationsentwicklung, Weiterbildung, Consulting bei Ausschreibungen und Finanzierungs-Consulting, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.
HORIZONT3000-Geschäftsführer Robert Zeiner sieht vor allem im Dienstleistungsbereich großes Potenzial für seine Organisation: "Die 3 Vorläuferorganisationen und die Trägerorganisationen haben bereits gemeinsam ein Verfahren für Qualitätsmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet. Wir verfügen hier über fundierte Expertise und können hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden."

Der Schritt in Richtung Bündelung von Expertise und langfristiger Umstrukturierung der Finanzbasis entspricht der von Außenministerin Ferrero-Waldner in den letzten Jahren immer wieder angeregten Konzentration im NGO-Bereich. Sie habe, so die Außenministerin "in den letzten Jahren oft darauf verwiesen, dass österreichische NGOs -wenn sie im veränderten internationalen Umfeld weiter bestehen wollen - sich dem Trend zu größeren Strukturen anpassen sollten." Zwar bedeute größer nicht automatisch besser, es bringe aber in jedem Fall "mehr Kosteneffizienz, größere öffentliche Wahrnehmung und leichteren Finanzierungszugang."
Die Außenministerin begrüßte deshalb ausdrücklich die Gründung von HORIZONT3000 als "vorausschauende Maßnahmen im Sinne einer langfristigen Existenzsicherung." Sie hoffe, dass dieses Beispiel bei anderen Organisationen Schule machen werde.

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