Achatz zu BSE-Gipfel: Schluß mit den Skandalen in der Nahrungsmittelproduktion!

Wien, 2000-01-29 (fpd) - "Wenn Minister Molterer heute zum BSE-Gipfel nach Brüssel fährt, so muß ihm bewußt sein, daß ihn die österreichischen Bauern und Konsumenten mit Argusaugen beobachten, denn es muß endlich Schluß sein mit den Skandalen in der Nahrungsmittelproduktion", sagte heute die freiheitliche Agrar- und Konsumentensprecherin Anna Elisabeth Achatz. ****

"Diese seit Jahren betriebene Politik, bei der die Großkonzerne auf Kosten der Gesundheit von Konsumenten satte Gewinne einfahren muß beendet werden", so Achatz. Es sei hoch an der Zeit, daß die Lebensmittelproduktion in der EU wieder mehr an den Interessen der Verbraucher ausgerichtet werde.

"Derzeit können die Landwirte nicht feststellen, welche Produkte in ihren Futtermitteln enthalten sind", so Achatz. "Die Landwirte sind aber jene, die die Verantwortung für die Fütterung ihrer Tiere tragen. Dieser Verantwortung können sie nur gerecht werden, wenn die Inhaltsstoffe genau aufgelistet sind. Diese Kennzeichnung muß für in Österreich erzeugte Futtermittel sowie für importierte Futtermittel und Medizinalfuttermittel gelten."

"Deswegen fordere ich Landwirtschaftsminister Molterer auf, bei der heutigen EU-Sitzung der Landwirtschaftsminister auf eine offene Deklaration von Futtermitteln zu drängen. In Zeiten, wo ein Nahrungsmittelskandal den anderen jagt, ist es dringend notwendig, daß eine genaue und offene Deklaration von Futtermitteln EU-weit gesetzlich verankert wird."

Außerdem, so Achatz weiter, "müssen in Zukunft die schärfsten Kontrollen bei den Futtermittelherstellern durchgeführt werden. Auch ein generelles Verbot von Tiermehl muß auf Dauer aufrecht bleiben."

Es sei eine Zumutung der besonderen Art, daß den BSE-krisengeschüttelten Konsumenten zusätzlich importiertes Rindfleisch aus Oststaaten untergejubelt werde. "Während wegen des Importstopps aus Deutschland Rindfleisch und Wurst nur über illegale Schmuggelpfade nach Österreich gelangen können, dürfen Rinder aus Osteuropa ohne Probleme importiert werden. So kommen etwa jährlich 500.000 Rinder aus Oststaaten in den EU-Raum", kritisierte Achatz.

"Minister Molterer ist dringend aufgerufen, sofort aktiv zu werden und zum Schutze der Konsumenten einen Importstopp für mögliches BSE-infiziertes Rindfleisch zu verlangen", so Achatz. Das Vertrauen der Konsumenten sei in einem noch nie dagewesenen Ausmaß erschüttert. "Minister Molterer und seine Amtskollegen haben es in der Hand, ob es zurückgewonnen werden kann."

"Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, dann werden wir Freiheitliche auf die Renationalisierung der Agrarpolitik bei gleichzeitiger EU-Beitragskürzung drängen, denn das ist es auch, was die Bauern und die Konsumenten wollen", erklärte Achatz. (Schluß)

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