Farthofer/Vladyka: Anfrage an Agrarlandesrat Plank zu Futtermittelkontrollen

Sozialdemokraten verlangen Aufklärung über Intensität der Kontrollen von Tierzuchtbetrieben

St. Pölten, (SPI) - Aufgrund der laufenden Diskussion betreffend der verbotenen Verfütterung von Tiermehl an Rinder, der damit im Zusammenhang aufgeflammten BSE-Problematik sowie der jüngsten Aufdeckungen im Bereich des Medikamentenmissbrauchs bei der Schweineaufzucht besteht für den Konsumenten von Fleischerzeugnissen große Verunsicherung. Die NÖ Sozialdemokraten haben daher eine Anfrage an NÖ Agrarlandesrat DI Plank betreffend der Intensität und der Organisation der Futtermittelkontrollen in Niederösterreich eingebracht.****

Die Anfragesteller, LAbg. Christa Vladyka und SP-Agrarsprecher LAbg. Erich Farthofer, verlangen über folgende Fragen Auskunft:

  • Wie viele Futtermittelkontrollen wurden zwischen 1995 und 2000 in Niederösterreich insgesamt durchgeführt?
  • Wie viele Betriebskontrollen wurden im selben Zeitraum bei jenen Futtermitteln durchgeführt, die im Verantwortungsbereich von Futtermittelimporteuren und -produzenten lagen?
  • Wie viele Betriebskontrollen einsichtlich Futtermitteln wurden zwischen 1995 und 2000 unmittelbar bei den bäuerlichen Betrieben bzw. bei den sonstigen Zuchtbetrieben

(z.B. Rot- und Dammwild) in Niederösterreich durchgeführt?
- Wie viele Futtermittelproben wurden im selben Zeitraum in den bäuerlichen Betrieben bzw. bei den sonstigen Zuchtbetrieben in Niederösterreich gezogen? (Aufschlüsselung nach Jahren und Bezirken) - Wie war das Ergebnis dieser Kontrollen?
- Welche Sanktionen mussten wegen positiver Testergebnisse bzw. Kontrollen in Niederösterreich verhängt werden?
- Werden Sie für ein unbefristetes Verbot der Tiermehlverfütterung für alle Nutztiere in Niederösterreich eintreten?

"Weiters ist die Frage zu klären, wie es nach dem Auslaufen des befristeten Tiermehl-Verfütterungsverbot an Rinder mit Mitte dieses Jahres 2001 weitergeht. Bisher hat die EU die Verfütterung ja nur befristet ausgesprochen, ob eine generelles Verfütterungsverbot kommt, wird derzeit in den EU-Gremien noch nicht einmal diskutiert. Die Konsumenten, die durch die jüngsten Vorgänge stark verunsichert sind, haben eine umfassende Aufklärung verdient. Die Anfrage an NÖ Agrarlandesrat Plank soll auch dazu beitragen, eventuelle Schwachstellen zu orten und mögliche Verbesserungen bei den Kontrollen rasch umzusetzen", begründen die Abg. Christa Vladyka und Erich Farthofer ihre Anfrage.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/9005 DW 12794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN