BSE-GIPFEL: SCHLUSS MIT DER POLITIK DER HALBHERZIGEN MASSNAHMEN EU-Landwirtschaftsausschussvorsitzender Graefe zu Baringdorf fordert offene Deklaration der Futtermittel und einen effizienten Massnahmenkatalog

Brüssel (OTS): "Die Agrarminister der EU müssen bei ihrer heutigen Sitzung einen Massnahmenkatalog zur Bekämpfung des Rinderwahnsinns beschließen, der keine Schlupflöcher mehr lässt. Leider besteht die Gefahr, dass in einigen Punkten auch morgen die Politik der Halbherzigkeit, die die Agrarminister seit Jahren praktizieren, fortgesetzt wird", erklärt der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Europäischen Parlament, der Grüne Abgeordnete Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf.

Es sollte sich nach den Erfahrungen der BSE-Krise von selbst verstehen, so Graefe zu Baringdorf, dass eine offene Deklaration von Futtermitteln dringend erforderlich ist. Dennoch scheint es Versuche zu geben, die strengen Forderungen des Europäischen Parlaments nach einer lückenlosen Erklärung der Bestandteile von Futtermitteln wieder einmal aufzuweichen. "Die Vergangenheit hat gezeigt, zu welch katastrophalen Folgen es führt, wenn die Agrarminister immer nur den Interessen der Futtermittelindustrie genüge tun und die Interessen der europäischen Konsumenten hintanstellen. Heute sollen die Agrarminister zeigen, dass sie ihre Lektion gelernt haben", so der Ausschussvorsitzende.

Auch beim Verbot der Verwendung von Risikomaterial muss der Rat weiter als bisher gehen. Generell darf kein Hirn mehr in die Nahrungskette gebracht werden, auch nicht von jungen Rindern, Schafen oder Schweinen. Es sollte auch klar sein, dass keine Kadaverfette zur Kälberfütterung mehr benützt werden dürfen, fordert Graefe zu Baringdorf.

"Sollten die Agrarminister beschließen, die umstrittenen Abschlachtaktion in der EU fortzusetzen, muss zumindest eines sichergestellt werden: Jedes geschlachtete Tier muss auf jeden Fall getestet werden, um einen gewissen Überblick über den Grad der Durchseuchung des europäischen Rinderbestandes zu erhalten", schließt der Grüne EU-Abgeordnete.

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