Gewerbeverein fordert von EZB raschest Leitzins-Senkung

Wien (OTS) - Die Europäischen Zentralbank (EZB) signalisiert uns, dass mit einer raschen Leitzinssenkung nicht zu rechnen sei. Die Ausgangslage dafür ist etwas weltfremd; Europas Konjunktur würde durch die möglicherweise harte Landung der US-Wirtschaft nicht tangiert sein - bestimmt ein Trugschluss, der nicht einmal einem Wirtschaftsstudenten im ersten Semester passieren dürfte.

Die Volkswirte internationaler Banken hingegen sind sich einig, dass der Leitzins der EZB mit 4,75 Prozent den veränderten Wachstums-und Inflationsperspektiven nicht mehr angemessen ist.

Die EZB dürfte der Fehleinschätzung unterliegen, dass die Inflationsrate in der EU nachhaltig heuer über zwei Prozent zu liegen kommt. Dies ist die simple Fortschreibung des Zustandes 2000, die auf die enormen Ölpreissteigerungen zurückzuführen war - vorläufig ist dies ein obsoletes Szenario.

Die EZB ist in der Vergangenheit immer wieder durch haarsträubende Unprofessionalität aufgefallen. Besonders wenig hilfreich waren dabei die Ansagen ihres Chefs, zur Sicherung des seinerzeit fallenden Euro-Kurses ausdrücklich keine Stützungskäufe tätigen zu wollen.

Vielleicht sollten in der EZB doch Leute sitzen, die wenigsten die Grundzüge der Volkswirtschaft beherrschen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV).

Eine Senkung der Leitzinsen durch die EZB hat raschest vorgenommen zu werden - so lustig ist die Situation der europäischen Wirtschaft derzeit nämlich wirklich nicht.

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