Ski Heil!

Wien (OTS) - Acht Millionen Skifahrer, 500 Millionen Liftfahrten, bis zu 90.000 Verletzte, darunter tausende Kinder - das sind die erwarteten Zahlen für die laufende Skisaison. In den bevorstehenden Semesterferien werden wieder Massen von Skifahrern die Pisten bevölkern. "Verstauchungen, Prellungen oder Knochenbrüche an Hand, Handgelenk, Bein und Knie werden wieder behandelt werden müssen. Dabei könnte jeder Skifahrer selbst Verletzungen leicht vermeiden", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Es beginnt bei der Ausrüstung. Etwa drei Millionen Skibindungen sind nicht korrekt eingestellt. Genau so wie jeder Lift muss auch die eigene Ausrüstung vor Beginn des Skiurlaubs überprüft werden. "Skibindungen sind technisch hochentwickelte Produkte. Diese nicht fachmännisch einzustellen und jährlich warten zu lassen, bedeutet, ihr Schutzpotenzial nicht zu nutzen", so das Institut "Sicher Leben". Kinder sollten einen Helm zu tragen. 14 Prozent der sechs- bis Zehnjährigen verletzen sich laut "Sicher Leben" am Kopf. Ein Helm kann etwa 85 Prozent aller schweren Kopf- und Gehirnverletzungen verhindern.

Auch auf der Piste selbst ist Vorbereitung wichtig. Schunder-Tatzber:
"Gewöhnen Sie sich langsam an die Höhe. Wählen Sie zu Beginn leichtere Abfahrten aus und machen Sie Pausen. Wärmen Sie sich vor der Fahrt auf! Durch Stretching und Dehnungsübungen werden die Muskeln besser durchblutet und die Verletzungsgefahr wird geringer." Zusammenstöße auf den dicht bevölkerten Pisten sind keine Seltenheit mehr. Um dies zu verhindern, gibt es die "Zehn Pistenregeln" des Internationalen Skiverbandes. Doch die kennen laut "Sicher Leben" 83 Prozent der Skifahrer nicht.

1) Niemanden gefährden oder schädigen. 2) Geschwindigkeit und Fahrweise dem Können und den Verhältnissen anpassen. 3) Fahrlinie der vorderen Schifahrer respektieren. 4) Überholen nur mit genügend Abstand. 5) Vor dem Anfahren und dem Queren Blick nach oben. 6) Anhalten nur am Pistenrand oder an übersichtlichen Stellen. 7) Auf-und Abstieg nur am Pistenrand. 8) Markierungen und Signale beachten. 9) Nach Unfällen Hilfe leisten, Rettung alarmieren. 10) Als Unfallbeteiligte oder Zeugen Personalien abgeben.

"Beachten Sie diese Regeln. Wenn Sie zusätzlich regelmäßig Pausen einlegen und auf Alkohol beim Skifahren verzichten, steht einem unbeschwerten Vergnügen wohl nichts mehr im Wege", schließt Schunder-Tatzber.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

ÖRK-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK/ORK