Limp Bizkit sorgt sich um verletzte Fans / Band weigert sich, Fans durch Auftritte ohne adäquate Sicherheitsmaßnahmen zu gefährden

Sydney, Australien (ots-PRNewswire) - "Wir möchten unsere große Erschütterung über die Verletzungen zum Ausdruck bringen, die unsere Fans während des Big Day Out-Konzertes erlitten haben", sagen die Bandmitglieder von Limp Bizkit. "Die Sorge um die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Fans steht für uns an erster Stelle, und wenn Menschen bei einer Veranstaltung verletzt werden, die als fröhliches Gemeinschaftserlebnis geplant war, berührt uns dies zutiefst."

Verschiedenen Presseberichten zufolge zogen sich am Freitag im Rahmen des Big Day Out-Festivals im australischen Sydney Stadium schätzungsweise 30 von etwa 55.000 Konzertbesuchern bei den Auftritten verschiedener Bands Verletzungen zu - darunter auch ein Mädchen, das während des Auftrittes von Limp Bizkit einen Herzanfall erlitt und ins Concorde Hospital in Sydney gebracht wurde. Nachdem die Band sich eingehend beraten und die Promoter von Big Day Out wiederholt zur Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen aufgefordert hatte, entschlossen sich Limp Bizkit, während der verbleibenden drei Festivaltage nicht mehr aufzutreten.

Erschüttert durch die aufgetretenen Verletzungen und durch das Verhalten der Festival-Organisatoren, das die Band als nachlässig in Bezug auf die Sicherheit der Fans beschreibt, vertrauen die Mitglieder von Limp Bizkit nicht mehr darauf, dass die letzten drei Tage der sechstägigen Veranstaltung reibungslos und ohne Verletzungen ablaufen werden und haben sich dafür entschieden, sich lieber zurückzuziehen als die Möglichkeit in Kauf zu nehmen, dass ein Fan zu Schaden kommt. Die Band ist außerdem verärgert darüber, dass wiederholte Gespräche und Briefwechsel, die mit den Organisatoren des Festivals bezüglich der Sicherheit bei der Massenveranstaltung geführt wurden, zu keinem Ergebnis führten.

Während des groß angekündigten Auftrittes am Freitag unterbrachen Limp Bizkit das Konzert wiederholt, während Sänger Fred Durst die Menge inständig bat, umsichtig zu sein, sich zu beruhigen und aufeinander zu achten. Als ein Mädchen offensichtlich einen Herzanfall erlitt, unterbrach die Band ihren Auftritt für 20 Minuten, damit das Mädchen in Sicherheit gebracht werden konnte. Die Band wollte das Konzert abbrechen. Anwesende Polizeivertreter warnten jedoch vor einem möglichen Ausbruch von Krawallen.

Limp Bizkits Versuche, die Menge zu beruhigen, wurden von den Konzertveranstaltern gelobt, die in einer Mitteilung Folgendes bekanntgaben: "Limp Bizkit haben während des Auftrittes das Publikum mehrmals aufgefordert, zurückzutreten und anderen Konzertbesuchern zu helfen. Die Veranstalter begrüßen die hier gezeigte Sorgfalt der Band. Die Organisatoren der Veranstaltung möchten Limp Bizkit für die volle Kooperation in dieser schwierigen Lage und das Engagement für die Sicherheit des Publikums danken."

Limp Bizkit haben gegenüber den Promotern von Creative Entertainment (Australien) jedoch eine andere Einstellung. Während ihres ersten Auftrittes im Rahmen von Big Day Out, am Freitag, dem 19 Januar in Auckland, Neuseeland, waren Limp Bizkit gezwungen, ihren Auftritt zu unterbrechen, während die Menge unter Kontrolle gebracht wurde. Sänger Fred Durst sprach unverzüglich mit Promoter Vivian Lees und verlangte eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich des Einsatzes einer geeigneten Absperrung (einer 'T'-Absperrung) und zusätzlichen Sicherheitspersonals.

Nach der zweiten Big Day Out-Veranstaltung in Gold Coast, Australien, am 21. Januar, drohte das Band-Management mit dem Abbruch der Tour, wenn den Sicherheitsbedenken nicht Rechnung getragen werde. Die Veranstalter versicherten, dass dies geschehen werde und versprachen für die dritte Veranstaltung 60 zusätzliche Sicherheitskräfte. Lees entgegnete allerdings, dass eine 'T'-Absperrung nicht notwendig sei, und dass er bei den australischen Behörden keine Genehmigung für eine solche erhalten könne (in Europa und den Vereinigten Staaten werden generell 'T'-Absperrungen eingesetzt, um Menschenansammlungen aufzuteilen, Gedränge vorzubeugen und dem Sicherheitspersonal Zugang ins Zentrum einer Menge zu gewähren.).

"Wir haben diesen Typen im Grunde angefleht, die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und kriegten zu hören, dass er die Veranstaltung seit zehn Jahren organisiert, dass er weiß, was er tut, und dass wir ihn in Ruhe lassen sollen", sagt Fred Durst von Limp Bizkit.

"Obwohl wir uns bemüht haben, zu erklären, dass Menschenmengen heute anders sind als vor 10 oder auch nur 3 Jahren, waren wir am Ende von seiner Antwort frustriert", bemerkt Jeff Kwatinetz von Limp Bizkits Managementgesellschaft, The Firm. "Jeder Veranstalter, der seinen Kopf in den Sand steckt und sich weigert zu glauben, dass das Publikum sich verändert hat, läuft Gefahr, eine Tragödie heraufzubeschwören."

"Auch wenn viele Fans enttäuscht sein werden, was wir alle bedauern, möchte ich persönlich Limp Bizkit meine Hochachtung dafür aussprechen, dass sie ihre Fans nicht in Gefahr bringen wollen", sagt Kwatinetz.

Bisher wurde weder Limp Bizkit noch ihren Vertretern mitgeteilt, wie es um den Zustand der Verletzten, einschließlich des Mädchens, das den Herzanfall erlitten hat, bestellt ist. Es gab ebenfalls keine Mitteilung darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen während der verbleibenden drei Festivaltage getroffen würden, wenn Limp Bizkit weiter im Programm bliebe.

Vor Big Day Out spielte Limp Bizkit im Sydney Entertainment Center (eine Produktion von Michael Coppel) vor siebentausend Fans ohne, dass es zu einem Zwischenfall oder einer Verletzung kam.

"Wir bedauern zutiefst, dass wir diese Auftritte absagen müssen, denn wir hassen es, unsere Fans zu enttäuschen", sagen die Mitglieder von Limp Bizkit. "Wir lieben unsere Fans, und wir wollen nicht, dass sie verletzt werden. Wir beten für das Leben des Herzanfall-Opfers."

"Wir kommen nach Australien zurück und spielen unter unseren Bedingungen für unsere Fans, mit ordentlichen Sicherheitsmaßnahmen", sagen die Bandmitglieder.

ots Originaltext: Limp Bizkit
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