Cerwenka: Studiengebühren bedeuten in der Bildung Ende der sozialen Gerechtigkeit

St. Pölten, (SPI) - "Seit ihrem Amtsantritt beteuert die blauschwarze Bundesregierung wie wichtig ihr es ist, einen rigorosen Sparkurs zu fahren, um die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Tatsache jedoch ist, das ‚Blauschwarz‘ einen kompletten Umbau der Gesellschaft in allen Lebensbereichen anpeilen. Die Einführung der Studiengebühr von 5.000,- Schilling pro Monat und eine gravierende Umgestaltung der Universitäten nach den Vorstellungen von Freiheitlichen und Volkspartei zielen eben gerade auf diese Entwicklung ab. Die großartigen ‚Erneuerungsschritte‘ werden mit Sicherheit auf dem Rücken der sozial Schwächsten ausgetragen. In diesem Zusammenhang ist auch interessant, für welche unnötigen Sachen die Bundesregierung doch Geld hat, denn mittels einer aufwändigen Werbemaschinerie wird versucht, die negativen Folgen zu verschleiern", kritisiert der Bildungssprecher der SP-NÖ LAbg. Helmut Cerwenka.****

Die Reform des Universitätswesens à la ‚Blauschwarz‘ führt zu einer Ausgliederung der Universitäten, wobei sich der Staat gleichzeitig aus seiner Verantwortung für Wissenschaft und Bildung stielt. Die logische Konsequenz ist die Entstehung eines Universitätssystems, das jenem in den USA sehr ähnlich ist. Es werden sich sowohl elitäre Standorte als auch Unis mit schlechter Reputation, die durch geringe Gebühren, aber schlechtes Angebot gekennzeichnet sind, herauskristallisieren. "Alleinig durch die Einführung von Studiengebühren sind Tausende Studierende gezwungen, Teilzeitjobs anzunehmen. Wie soll es der Studierende dann bewerkstelligen, sein Studium in Mindeststudiendauer zu absolvieren? Alle Fachleute, die den Unversitätsbereich gut kennen, halten nichts von den diesen Maßnahmen. So hat vor kurzem beispielsweise der Senat der Uni Salzburg eine Resolution gegen die FP/VP-Unireform beschlossen. Österreich hat eine der niedrigsten Akademikerquoten in Europa. Was wir brauchen sind Reformen, die Mängel im administrativen Bereich beseitigen, um den Studierenden entbehrliche, bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen. Wir Sozialdemokraten sind entschieden gegen ein unsoziales, amerikanisches Universitätssystem, denn wir lassen es nicht zu, dass Freiheitliche und Volkspartei die Gesellschaft auseinanderdividieren", betont der Bildungssprecher der SPNÖ. (Schluss) as

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