"profil": ÖBB soll vom Verkehrsministerium zur ÖIAG

ÖVP-Papier: Rasche Privatisierung des Absatzbereichs - zu viele Mitarbeiter bei der Bahn

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf ein Strategiepapier der ÖVP zur Neuordnung der Bahn berichtet, befürwortet die ÖVP im Rahmen der im Koalitionsübereinkommen mit der FPÖ festgeschriebenen Aufteilung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in zwei selbstständige Gesellschaften eine teilweise Kompetenzverlagerung der Bahn vom Verkehrsministerium zur ÖIAG. Der gesamte Personen- und Güterverkehr sowie die Bahnbusse sollen der ÖIAG übertragen werden. Sie soll dann die rasche Privatisierung dieser Unternehmensteile vorantreiben.
Mit der Übertragung des Absatzbereichs an die ÖIAG würde Finanzminister Karl Heinz Grasser neuer Eigentümervertreter der ÖBB. Der Bereich Infrastruktur (Schienennetz) verbliebe dem Entwurf zufolge im Verkehrsministerium.

Die von ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler behaupteten Mehrkosten von einer Mrd. S. bei Zerschlagung der ÖBB in zwei eigenständige Gesellschaften werden als Phantasiezahlen des Bahnvorstands bezeichnet. Allfällige Mehrkosten wären auszugleichen, weil es bei beiden Unternehmensbereichen, sowohl bei Infrastruktur als auch beim Fahrbetrieb, nach wie vor Personalüberhänge gäbe, heißt es in dem ÖVP-Strategiepapier. Der von Bahnchef Draxler vorgeschlagenen Lösung einer Holding-Konstruktion wird laut "profil" eine klare Absage erteilt.

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