Seniorenbund fordert stärkere Vertretung in Selbstverwaltung

Seniorenbund bekennt sich zur Pflichtversicherung- Flemming: Keine aktive Sterbehilfe

Wien (OTS) - Ein klares Ja des Österreichischen Seniorenbundes zur Selbstverwaltung der Sozialversicherungen und die Errichtung einer Seniorenkurie neben den Vertretungen der Arbeitnehmer und Selbstständigen betonte und forderte der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes LH-Stv.a.D . Stefan Knafl. In einer Bundesvorstandssitzung in der steirischen Ramsau berichtete Knafl über die vom Zukunftskongress der ÖVP in Alpach beschlossenen "Charta für Soziale Gerechtigkeit" zu der sich der Österreichische Seniorenbund bekennt. Diese Charta ist für den Seniorenbund eine Herausforderung auch seine Vorschläge um eine Reform und künftige Finanzierung des Sozialsystems einzubringen."

Nach Berichten von BM a.D. MEP Dr. Marilies Flemming die in der Europäischen Union eingesetzte Grundsatzdebatte zu bioethischen Fragen und einer aktiven Sterbehilfe wurde im Bundesvorstand des Österreichischen Seniorenbundes nach einer eingehenden Debatte festgestellt, dass in dieser europaweiten Diskussion klare Grenzen gezogen werden sollten. Ja zur Sterbebegleitung, aber Nein zur aktiven Sterbehilfe.

Zu den politisch eingesetzten Debatten über die Neuordnung der Sozialversicherung betonte Knafl: "Wir verlangen, dass neben den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auch die Senioren in einer eigenen Kurie die Interessen der Senioren vertreten. Das entspricht dem Ausbau unserer demokratischen Ordnung, zu der sich der Seniorenbund bekennt. Dabei gilt es aber gemeinsam Erkämpftes zu bewahren und für die Zukunft neu zu sichern."

Knafl stellte unmissverständlich klar: "Die Sozialversicherungen sind, wie es auch in der Sozialcharta der ÖVP heißt, eine Garantie der Zukunftssicherung. Wir sind darum für die Beibehaltung der Pflichtversicherung und gegen Experimente. Die Versicherten und damit auch die Senioren haben-um ein Beispiel zu nennen- nur bei einer gesetzlichen Krankenversicherung die Gewissheit, auch bei schwerwiegenden Gesundheitsrisiken den Versicherungsschutz nicht zu verlieren." Der Bundesobmann warnte in diesem Zusammenhang vor dem Risiko einer Zwei-Klassen-Medizin, in der sich nur mehr Wohlhabende eine adäquate medizinische Versorgung leisten können.

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