ORF-Technik: Umfangreiche technische Vorbereitungen zur Ski-WM abgeschlossen

Wien (OTS) - Die ORF-Technik ist für die Alpine Ski-WM St. Anton 2001 voll gerüstet. Die Weltmeisterschaft ist auch für die ORF-Technik die größte Herausforderung des Jahres 2001. Zur perfekten Abwicklung der Übertragungen und zur Erfüllung der Aufgaben als Host-Broadcaster - der ORF stellt 46 TV- und 30 Radiostationen aus aller Welt seine Signale zur Verfügung - wurden von der ORF-Anlagentechnik seit etwa einem Jahr umfangreiche Installationen an den Wettkampfstätten in St. Anton errichtet. Diese wurden Mitte Jänner 2001 zeitgerecht fertig gestellt und an Produktion und Programm übergeben.

Peter Moosmann, Technischer Direktor des ORF: "Unsere Zuseherinnen und Zuseher können sich auf spektakuläre Bilder und atemberaubende Übertragungen von der Alpinen Ski-WM freuen. Die ORF-Technik hat in den vergangenen Monaten sehr viel Energie und Arbeit in dieses Großereignis investiert, um dem ORF-Publikum die spannendsten Momente der Skisaison ins Haus zu liefern."

Herzstück der ORF-Technik in St. Anton ist der 5.500 Quadratmeter große TV-Compound. Für die Anlagen und Installationen in St. Anton wurden am Berg ca. 130 Kilometer und im Tal ca. 140 Kilometer Kabel verlegt.

30 stationäre PC-Arbeitsplätze in der IBC-Halle (International Broadcast Center), in den Ü-Wagen, Containern und im Zielhaus werden über ein schnelles 10/100 Megabit-Netzwerk versorgt. Die Verbindungen wurden teilweise in moderner Glasfasertechnologie hergestellt. Insgesamt kommen etwa 80 Rechner (Desktops und Laptops) sowie ein Server zum Einsatz.

Besonders aufwendig ist die Anbindung der mobilen Arbeitsplätze. In St. Anton wurde ein Funknetzwerk (Wireless LAN) errichtet, das insgesamt 50 Laptops den drahtlosen Zugriff auf das Netzwerk erlaubt - mit respektablen elf Megabit pro Sekunde.

Eine technische Premiere feiert bei der Ski-WM auch die Übertragungstechnik vom Austragungsort in das ORF-Zentrum. Gemeinsam mit der Telekom Austria wurde erstmals eine volldigitale Zubringung der Signale von St. Anton nach Wien realisiert. Dies geschieht mit einer Technologie, die Rundfunktechnik und Datentechnik kombiniert:
Über Glasfaser- und Richtfunkstrecken werden Fernseh-, Audio- und Computernetzwerk-Daten mit einer Übertragungsrate von 155 Mio. Bit/Sekunde von St. Anton nach Wien transportiert. Dieses ATM (Asynchroner Transfer-Mode)-Netzwerk erfährt in St. Anton eine erste Bewährungsprobe und wird ab Sommer 2001 für das gesamte österreichweite ORF-Leitungsnetz eingesetzt werden. Hauptaugenmerk wurde dabei auf höchstmögliche Ausfallsicherheit und Redundanz gelegt: Die "Hauptstrecke" führt in Glasfasertechnik über Innsbruck, Salzburg und Linz ins Wiener ORF-Zentrum, eine Reservestrecke über Klagenfurt und Graz. Eine zweite Reservestrecke wurde mit digitalem Richtfunk ausgeführt. Zwischen St. Anton und Wien stehen je 24 Megabit/Sekunde für das nationale und internationale Bildsignal zur Verfügung. Neben den Tonsignalen für Fernsehen und Interkom können rund 30 Megabit/Sekunde für das Computernetzwerk (LAN) genutzt werden.

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