FORMAT: Neues Beweißmaterial im Schweine-Skandal - Medikamente in Tiertransportern

Eidesstattliche Erklärungen machen Methodik der Medikamenten- Mafia transparent

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner übermorgen, Montag, erscheinenden Ausgabe berichtet, liegt der österreichischen sowie der deutschen Kriminalpolizei neues Beweismaterial im Schweine-Skandal vor. FORMAT zitiert in dem Bericht aus zwei eidesstattlichen Erklärungen aus dem engsten Umfeld des verhafteten straubinger Tierarztes Roland Fechter, in dem schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben werden.

Darin wird ihm neben anderen Medikamenten-Mißbräuchen vorgeworfen, das Medikament mit der internen Bezeichnung T 1 - es ist den Erklärungen zufolge für den Einsatz bei lebensmittelliefernden Tieren strengstens verboten - "in ungekennzeichnete Fläschchen" abzufüllen und an Schweinebetriebe zu verkaufen.

Zudem werden in den FORMAT vorliegenden Erklärungen zwei Österreichische Landwirte namentlich genannt, die bei Fechter "in großen Mengen Medikamente einkaufen und sie selbständig an Landwirte verteilen." Die Medikamente würden unter anderem in Tiertransportern in die Steiermark gebracht.

Einige der weiteren Vorwürfe laut den im FORMAT zitierten Erklärungen:

Behördlich vorgeschriebene Untersuchungsergebnisse werden demnach in Fechters Klinik gefälscht: "Auf dem Untersuchungsergebnis eines Landwirtes wird die Adresse eines anderen auf dem Fotokopierere eingesetzt", heißt es in einem der Schreiben.

Ein für Geflügel bestimmtes orales Antibiotikum werde umgefüllt und als Injektionslösung verkauft.

Tierärzten gesetzlich vorbehaltene Tätigkeiten würden auch von Nicht-Tierärzten ausgeführt.

Von Medikamenten der Firma Boehringer Ingelheim würde "im Wasserbad das Etikett entfernt". Sie würden dann als "Straubinger plus" verkauft.

FORMAT berichtet weiters, daß zunehmend auch Verdachtsmomente gegen österreichische Tierärzte auftauchen, die - möglichwerweise in weniger professionellem Stil - ebenfalls systematisch illegale Medikamente an heimische Schweinebauern verkauft haben könnten.

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