Schweres Erdbeben in Indien - ÖRK entsendet Mitarbeiter

Wien (OTS) - Heute früh hat ein schweres Erdbeben den Nordwesten Indiens nahe der Pakistanischen Grenze erschüttert. Bis zu 1100 Tote werden befürchtet. Das Beben, das die Stärke 6,9 auf der Richter-Skala erreichte, hatte sein Epizentrum 20 km nordöstlich der Stadt Bhuj in der Region Gujarat.

Das Internationale Rote Kreuz erarbeitet zur Zeit gemeinsam mit dem Indischen Roten Kreuz und der indischen Regierung den Plan zur internationalen Hilfe. Günter Stummer, Mitarbeiter des Katastrophenhilfereferats des Österreichischen Roten Kreuzes wird Sonntag früh nach Indien aufbrechen. Stummer ist Mitarbeiter eines internationalen Assessment-Teams. "Die Aufgabe des Teams ist die Beurteilung der Lage direkt im Katastrophengebiet. Auf dem Team lastet eine große Verantwortung, da sie entscheiden müssen, welche Rotkreuz-Einheiten entsendet werden, um einen möglichst effizienten Einsatz zu sichern. In der Folge koordinieren sie vor Ort die internationalen Helfer," sagt Bernhard Jany, Sprecher des ÖRK.

Das Beben ereignete sich heute, dem Tag der Feierlichkeiten zum 51. Jahrestag der Gründung der Republik Indien, um 08.50 Ortszeit und war noch im Umkreis von hunderten Kilometern zu spüren. Die genaue Zahl an Toten kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen. Schätzungen gehen von mindestens 1100 Toten in der Region Gujarat aus. Das Krankenhaus in Ahmadabad, der größten Stadt Gujarats, kann die Anzahl der Verletzten kaum noch bewältigen. Hunderte Gebäude und Strassen wurden zerstört, Strom- und Telefonleitungen sind unterbrochen. Die Region war bereits im Frühjahr 2000 von einer Dürrekatastrophe heimgesucht worden. Das heutige Beben war das schwerste in Indien seit 50 Jahren. "Die Priorität liegt im Moment im Suchen und Retten von verschütteten Menschen. Die Geretteten werden in die regionalen Krankenhäuser gebracht und entsprechend behandelt," sagt Jany.

Spenden werden dringend erbeten: PSK, Kontonummer: 2.345.000, Kennwort: "Indien"

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle
Mag. Bernhard Jany
01-58900-151
26.01.2001
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