"Kleine Zeitung" Kommentar "Verunsicherung" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 27.01.2001

Graz (OTS) - Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob in der Auseinandersetzung um Hans Sallmutter die Fronten eindeutig verliefen: Hie Regierung, hie Opposition. So einfach ist es aber nicht.

Der Hauptverband ist eine klassische Einrichtung der Sozialpartnerschaft. In dem Gremien ist auch die ÖVP vertreten, als Schlüssel für die Verteilung der Posten gelten die Ergebnisse von Arbeiterkammer- und Wirtschaftskammerwahlen.

Deshalb ist die ÖVP auch viel vorsichtiger. Sie hat keine Lust, einen FP-Mann an der Spitze des Hauptverbandes zu setzen, dass der allzu selbstbewußte Sallmutter einmal unter Druck gesetzt wird, ist ihr aber ganz recht.

Der FPÖ dagegen, die ohnehin keinen Respekt vor dem Institutionengefüges des Landes hat, zeigt weniger Hemmungen, den Hauptverband überhaupt in Frage zu stellen.

Auch auf der anderen Seite ist die Lage nur anscheinend klar. In der SPÖ kennt man sehr wohl den Reformbedarf in den gewaltigen Apparaten der Sozialversicherung.

Deshalb sieht man es dort gar nicht so ungern, dass die mächtigen Gewerkschaftsbosse einmal aus ihrer Sicherheit gerissen werden und -wie ein SP-Mann sagte, "kapieren worum es geht." ****

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