LHStv. Schlögl eröffnet 4. Jahrestagung der Österr. Gesellschaft für Schlaganfallforschung an der Donauuniversität

Experten aus Medizin und Wissenschaft beraten am 26. Januar 2000 über Behandlung und Rehabilitation

St. Pölten, (SPI) - In NÖ sterben jährlich 2.000 Menschen an Schlaganfällen, 10.500 Menschen, Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, müssen mit den Folgen eines Schlaganfalles leben. Insgesamt kommt es in NÖ jährlich zu 3.700 Schlaganfällen, wovon rund 2.800 in die Spitäler kommen. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieser Erkrankung belaufen sich allein für NÖ auf rund 1,5 Milliarden Schilling pro Jahr.****

"Durch die Errichtung von insgesamt sechs Neurologischen Schlaganfall-Akutstationen (Neurological akute Stroke Units) an den vier vorhandenen Neurologischen Abteilungen - bereits in Betrieb: LNK Gugging, a.ö. KH St. Pölten, KH Horn, KH Wiener Neustadt; gebaut werden: KH Mistelbach, LNK Mauer/KH Amstetten, Standortentscheidung für Amstetten bereits gefällt lt. ÖKAP - ist die Möglichkeit einer raschen neurologischen Abklärung, des unverzüglichen Beginns einer adäquaten Therapie, einer permanenten Überwachung sowie ein frühes Einsetzen der Rehabilitation gegeben. NÖ setzt damit auf Behandlungsmethoden, die auf dem letzten Stand der medizinischen Forschung basieren", so NÖ Gesundheitsreferent LHStv. Mag. Karl Schlögl, der heute die Eröffnung der Tagung vornahm.

Es gilt heute als erwiesen, dass Stroke Units im Vergleich zur Behandlung auf medizinischen Allgemeinstationen eine Reduktion der Schlaganfallsterblichkeit um 20% und signifikant bessere Ergebnisse in Hinblick auf bleibende Behinderungen erzielen. Wesentlich ist nämlich, dass die Patienten binnen 180 Minuten behandelt werden. "Schlaganfall stellt in Österreich die dritthäufigste Todesursache dar. Erklärtes Ziel der Gesundheitspolitik in NÖ ist es, den Schlaganfall als großes gesundheitliches und volkswirtschaftliches Problem zurückzudrängen, und ganz besonders neben der Aufklärung über die Ursachen die Rehabilitation zur Minimierung der Schlaganfallfolgen zu forcieren. Der Schlaganfall wurde zur Volkskrankheit, er ist mit viel Leid und Belastungen für die Familien verbunden. Es ist mir als Gesundheitsreferent ein ganz persönliches Anliegen, die Schlaganfallversorgung für die Patienten entscheidend weiterzutreiben. Diese Tagung soll nicht nur einen Erfahrungsaustausch bringen, sie soll vielleicht auch neue Türen zu neuen Erkenntnissen öffnen", so Schlögl abschließend
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