ARMUTSKONFERENZ fordert Rücknahme der Kürzungen in der Notstandshilfe und die Beendigung der Falschinformation in der Kanzler-Werbekampagne!

Kürzungen treffen unterstes Einkommensfünftel und Haushalte mit Kindern. Würde man Werbekampagne ernst nehmen, hätten NotstandshilfebezieherInnen über 30 000 Schilling Einkommen und keine Kinder

Wien (OTS) - "Alle 26 Mitgliedsorganisationen der Österr. ARMUTSKONFERENZ fordern Minister Bartenstein auf, die Kürzungen in der Notstandshilfe zurückzunehmen. Eindringlich richten wir auch im Angesicht dieser Maßnahmen einen Appell an Bundeskanzler Schüssel , die Falschinformation der Werbekampagne zu beenden."

"Würde man die Werbekampagne ernst nehmen, hätten Notstandshilfebezieher über '30 000 Schilling Einkommen', so der Sozialexperte Martin Schenk, diente die Notstandshilfekürzung der 'Absicherung der sozial Schwachen', handelte es sich um 'keine Kürzung des Arbeitslosengeldes', hätten NotstandshilfebezieherInnen keine Familien ('bei Familien wird nicht gespart').

Die Kürzungen treffen das unterste Einkommensfünftel und Haushalte mit Kindern. Der durchschnittliche Notstandshilfebezug liegt bei 7000.-, viele liegen noch weit darunter.

Das Arbeitslosengeld wird durch die Reduktion der Familienzuschläge, der Verlängerung der Anwartschaft und der Streichung der Günstigkeitsregel gekürzt. Die Notstandshilfe wird durch die Streichung der Werbekostenpauschale und der weiteren Nicht-Valorisierung für die Betroffenen reduziert.

"Was diese Maßnahmen mit Reform des unteren sozialen Netzes oder mit der Verbesserung der Lebenssituation Benachteiligter zu tun haben, ist unergründbar", so Schenk namens der ARMUTSKONFERENZ.

Die Armutskonferenz: -Lobby derer,die keine Lobby haben-Frauenhäuser, Schuldnerberatung, Bewährungshilfe, Caritas, Diakonie, Kolpingwerk, Beratungsstellen für MigrantInnen, Wohnungslosenhilfe, Arbeitsloseninitiativen, Kath.Sozialakademie, Soziale Unternehmen, Plattform der Alleinerziehenden, Bildungshaus St.Virgil, Europ.zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, Evang. Akademie, Forum Kirche und Arbeitswelt, Internat.Versöhnungsbund, Kath.Familienverband, Kath.Frauenbewegung, Österr. Hochschülerschaft-Sozialreferat, Berufsverband diplom.SozialarbeiterInnen, Österr.Gewerkschaftsbund-Frauenabteilung, SOS Mitmensch, Volkshilfe, Mieterverband, Frauen-und Mädchenberatungsstellen.

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