Grüne: Warnung vor autoritärer Wende auch im Schulbereich

Jerusalem: "Bei Ausbildung darf nicht gespart werden"

Wien (Grüne) - "Minus 14,5% für die Wiener Pflichtschulen kommt nicht in Frage", stellt Susanne Jerusalem, Bildungssprecherin der Wiener Grünen, fest. "Das Sparprogramm der Regierung bremst die Innovation ein, offensichtlich ist man bemüht, auch im Schulbereich eine autoritäre Wende auf der Basis von Auslese und Frontalunterricht herzustellen", so die Grüne Bildungsexpertin. "Strenge Schulen für die Eliten, mehr Disziplin und Ordnung, der Ruf ertönt ja schon lange, jetzt soll der Druck offensichtlich mit Hilfe von Kürzungen verstärkt werden. Anders lassen sich die Sparmaßnahmen im Bildungsbereich nicht erklären", stellt Jerusalem fest.

"Wen wundert es da noch, dass ausgerechnet bei den Maßnahmen für behinderte Kinder und Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache gekürzt werden soll. Offensichtlich erwartet die Regierung, dass Auslese und Ausgrenzung, die in erster Linie Minderheiten betreffen, in der breiten Öffentlichkeit nicht auf Widerstand stoßen", mutmaßt Jerusalem, "aber da irrt sich die Regierung, denn Integration und soziales Lernen haben mittlerweile einen hohen Stellenwert bei allen Schulpartnern. Die Erfolge haben sich längst eingestellt und können auch von dieser Regierung nicht mehr weg diskutiert werden".

Für die Grünen ist klar, dass die Regierungspläne nicht im Interesse der Bevölkerung sind: Auch höhere Klassenschülerzahlen werden in Wien nicht akzeptiert werden. Die "Plattform Bildungsqualität" zu der sich Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen zusammengeschlossen haben, beweist, dass alle am selben Strick und in dieselbe Richtung ziehen. Es gibt noch viele gute Ideen, die an den umgesetzt werden müssen, um für die SchülerInnen ein ganzheitliches Bildungsangebot sicher zu stellen. Kürzungen im Schulbereich kommen nicht in Frage. Ganz egal, ob es sich um 1500 LehrerInnen oder um 1000 oder um 500 handelt, es wird für die Kürzungen eine glatte Nullakzeptanz geben. Wenn die Regierung tatsächlich auf ihren radikalen Kürzungsplänen festhält, wird sie sich in Wien die Zähne ausbeißen", so Jerusalem abschließend.

Hinweis: Am Dienstag, den 30.1., findet als Zeichen des gemeinsamen Widerstandes gegen die Streichungen im Bildungsbereich von 18 h bis 20h am Stephansplatz (Stock im Eisen) eine große Kundgebung gegen die Sparpläne der Regierung im Bildungsbereich statt.

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