Leitl: Wer hier lebt, soll auch hier arbeiten

Wirtschaft und Gesellschaft benötigen Arbeitskräfte aus dem Ausland - Beschäftigung als Motor der Integration

Wien (PWK) Eine gelungene Integration ist nur dann möglich, wenn die in Österreich lebende ausländische Bevölkerung auch Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt hat.
Dies erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, in einer schriftlichen Stellungnahme aus Anlass einer von der Initiative "Land der Menschen" am Freitag Vormittag im Presseclub Concordia abgehaltenen Pressekonferenz.

Österreich hat die niedrigste Arbeitslosenquote seit 1992. Wirtschaftsforscher prognostizieren in den nächsten Jahren ein Wirtschaftswachstum von ca. 2,5 Prozent jährlich sowie eine Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen um 5,5 Prozent bis 2005. Gleichzeitig wird ein Rückgang des Arbeitskräfteangebotes der Inländer vorhergesagt.

Eine Zulassung der legal in Österreich lebenden ausländischen Bevölkerung zum Arbeitsmarkt ist nicht nur integrationspolitisch sinnvoll sondern auch wirtschaftlich dringend notwendig. Durch die anhaltend günstige Konjunktur und die niedrige Arbeitslosenrate fehlt es der Wirtschaft an qualifiziertem Personal. Ohne ausländische Arbeitskräfte könnten die Leistungen der österreichischen Spitäler, und des Baugewerbes, die Tourismuswirtschaft, die Reinigung im Firmen- und Privatbereich sowie die Ernten in verschiedenen Agrarsektoren nicht aufrecht erhalten werden.

Damit den österreichischen Betrieben keine Aufträge verloren gehen, müssen einerseits durch eine forcierte Aus- und Weiterbildung die nötigen Fachkräfte aus dem Inland zur Verfügung gestellt, andererseits aber auch die notwendigen Arbeitskräfte aus dem Ausland gesichert werden. Österreichs hervorragende strategische Position im Verhältnis zu Osteuropa dürfe man dabei nicht ungenutzt lassen.

Eine Lösung zur Behebung des Fachkräftemangels kann im Abschluss bilateraler Beschäftigungsabkommen mit den EU-Beitrittsländern liegen. Österreich steht in einem Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Um diese Spezialisten nach Österreich holen zu können, sollte diesen Personen integrationsfördernde Maßnahmen angeboten werden, etwa die Absolvierung von Deutschkursen, oder eine spezielle sprachliche Betreuung für ihre Kinder in den Schulen.

Es erhöht die Arbeitszufriedenheit, wenn ausländische Arbeitnehmer ihre Familien bei sich haben können. Dadurch wird verhindert, dass sich Arbeitnehmer während der Arbeit Sorgen um ihre Familie im Ausland machen.

Die Familienzusammenführung ist somit auch im Interesse österreichischer Arbeitgeber. Die Kinder ausländischer Arbeitnehmer bilden ein Potential an zukünftigen Arbeitskräften und sollten daher zu ihren Eltern gelassen werden, um hier eine Ausbildung absolvieren zu können. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Dr. Heribert Purtscher
Tel.: (01) 50105-4363
Fax: (01) 50105-263
e-mail: heribert.purtscher@wko.at
http://www.wko.at/PresseWirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK