Wirtschaftsbund erteilt Gewerkschaft in Frage Abfertigung Absage

Generalsekretär Kopf: "Keine Abfertigungsauszahlung bei Selbstkündigung, erstes Jahr beitragsfrei."

Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilt der Österreichische Wirtschaftsbund wirtschaftsfeindlichen Überlegungen der Gewerkschaft zur Neuregelung der Abfertigung. "Mit uns wird es keine Einigung über eine Abfertigungsauszahlung bei Selbstkündigung geben. Wir bestehen auch darauf, dass für Unternehmen das erste Dienstjahr beitragsfrei bleiben muss", stellte heute, Donnerstag, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf klar. Generell stellt das bis Sommer 2001 auszuverhandelnde "Abfertigung Neu-Paket" für den Wirtschaftsbund eine Zwischenlösung am Weg zu einer modernen Altersvorsorge dar. Kopf: "Wir halten generell die Auszahlung erst mit dem Regelpensionsalter für sinnvoll, um tatsächlich zu einer starken zweiten Säule zu gelangen." Erst durch längere Zeiträume könne eine entsprechende Verzinsung des Kapitals und gleichzeitig die Berechenbarkeit für die Veranlager sichergestellt werden. ****

Die Einzahlung von Arbeitgeberbeiträgen in Pensionskassen oder Versicherungen darf erst ab dem ununterbrochenen vollen Dienstjahr erfolgen, so Kopf. Das schone vor allem Saisonbetriebe, Gastronomie, Bau und Handel, die schon bisher kaum Abfertigung zahlten. Für bisher Beschäftigte soll das bestehende System weiterlaufen, weil Umschichtungen unfinanzierbar sind. "Abfertigungsrückstellungen sind betrieblich gebundene Liquidität. Durch einen Transfer in geplante Fonds würde die Wirtschaft mit einem Schlag 40-50 Milliarden Schilling an Eigenkapital verlieren", sagt der Wirtschaftsbund-Generalsekretär. Daher müsse der Übergang ins neue System bei bestehenden Arbeitsverhältnissen ausschließlich freiwillig erfolgen, durch Einzelvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Entscheidend werde zudem sein, dass die Arbeitgeberbeiträge steuerlich als Betriebsausgabe anerkannt werden.

"Das österreichische Unikum der Abfertigung soll reformiert und im Sinne einer modernen Pensionsvorsorge umgebaut werden. Klar ist, dass eine Neuregelung der Wirtschaft nicht teurer kommen darf wie bisher. Der weitere Schritt wird sein, aus der Abfertigung Neu eine echte starke zweite Säule der Altersvorsorge zu machen", so Kopf abschließend. (Schluss)

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