Galapagos: Gestrandeter Tanker mitten in Sperrzone

Keine Entwarnung - Schiff droht auseinanderzubrechen

Wien (OTS) - Die Katastrophe auf den Galapagos war
vorprogrammiert: Das auf Grund gelaufene Transportschiff Jessica befand sich innerhalb der 40-Meilen-Sperrzone für den Schiffsverkehr , die 1998 zwischen der Regierung Ecuadors und dem Nationalpark Galapagos vereinbart wurde. Das Gesetz wurde jedoch nie umgesetzt. "Die Öl-Katastrophe zeigt jetzt drastisch, wie wichtig die Einhaltung der Schutz-Zone um den Nationalpark ist. Jetzt muss die Staatengemeinschaft Druck auf Ecuador ausüben, dieses Gesetz durchzusetzen", fordert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des WWF Österreich.

10 von insgesamt 350 Seelöwen verschmutzt, einer tot

Entwarnung ist trotz des teilweise abtreibenden Öls noch nicht in Sicht: Aufgrund der starken Stürme droht das 47 Jahre alte gestrandete Tansport-Schiff, das im Auftrag der ecuadorianischen Marine unterwegs war, jetzt auseinanderzubrechen. Ca. 100.000 der 920.000 Liter Öl befinden sich noch im Tank und drohen ebenfalls auszulaufen. Das Öl hat jetzt bereits drei Inseln erreicht, darunter eine, die von den einzigartigen Galapagos-Meerechsen bewohnt wird. Diese urtümlichen Tiere ernähren sich unter Wasser von Algen und sind daher besonders gefährdet. Bereits betroffen sind Seevögel und die Galapagos-Seelöwen, von denen zehn verschmutzt wurden und einer starb. Diese Art kommt nur auf den Galapagos vor, der Bestand umfasst nur knapp über 350 Tiere.

Schweröl auf Korallen

Die ökologischen Auswirkungen werden mit dem Säubern der Tiere und Strände, das sechs Wochen dauern wird, nicht beseitigt sein. Das Schweröl, das ein Drittel der Ladung ausmacht, ist bereits zum großen Teil auf Grund gesunken und gelangt so in die Nahrungskette. Rund um das Schiff - wo die Konzentration am höchsten ist - sind bereits alle Wirbellosen Tiere tot, Fische beginnen in großem Ausmaß zu sterben. Die Auswirkungen sind im Umfang noch nicht abzusehen und werden das Ökosystem auf Jahre hinweg schwer beeinträchtigen.

Der WWF bittet dringend um Spenden für die Eindämmung der Katastrophe:

PSK 1.944.000 (BLZ 60.000), Kennwort Galapagos

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