Überreichung des 3. Radiopreises der Erwachsenenbildung im RadioKulturhaus

Wien (OTS) - Gestern, 24. Jänner 2001, fand im RadioKulturhaus die Überreichung des 3. Radiopreises der Erwachsenenbildung statt. Träger der Auszeichnung sind u. a. die Österreich 1-Redakteure Peter Waldenberger und Peter Zimmermann in der Sparte Information, Peter Lachnit erhielt den Eduard Ploier-Preis, und die FM4-Redakteure Thomas Edlinger und Fritz Ostermayer gingen in der Sparte Kultur als Sieger hervor. Als "Hausherr" hielt Hörfunkintendant Manfred Jochum die Eröffnungsrede, Schriftstellerin Barbara Frischmuth die Laudatio, "Kurier"-Herausgeber und Chefredakteur Peter Rabl überreichte den Preisträgern Medaillen und Urkunden.****

In der Sparte Information ging der "Radiopreis" an Peter Waldenberger und Peter Zimmermann für die im Rahmen der Ö1-"Hörbilder spezial" gesendete Dokumentation "Der Fall ‚Marcus Omofuma‘. Oder:
die abgeschobene Wahrheit". Den Eduard Ploier-Preis (Sparte Bildung/Wissenschaft) erhielt Peter Lachnit für die "Österreich 1 extra"-Dokumentation "Als die Chinesen gelb wurden - Eine kleine Archäologie des Rassismus". In der Sparte Kultur erhielten Thomas Edlinger und Fritz Ostermayer den Radiopreis der Erwachsenenbildung für die FM4-Sendung "Im Sumpf".

In seiner Rede sagte Hörfunkintendant Manfred Jochum: "Wir wissen, dass auch und gerade die Bildungs- und Wissenschaftsproduktionen von Österreich 1 von unserem Publikum in hohem Ausmaß geschätzt werden. Die Sendezeit für diese Inhalte wird laufend ausgeweitet; eine Maßnahme, die - wie nicht zuletzt der Radiotest immer wieder belegt -richtig ist. Dass beim diesjährigen Radiopreis nicht nur Ö1-Sendungen ausgezeichnet werden, sondern auch eine von FM4 freut mich nicht zuletzt deshalb, weil wir diesen Sender ganz bewusst als Jugend-Kultur-Sender konzipiert haben. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern. Sie alle haben einen wertvollen Beitrag für jene mediale Realität geleistet, die jenseits von Quotendruck agiert."

In ihrer essayistischen Preisrede versuchte Schriftstellerin Barbara Frischmuth die Frage zu beantworten, was Radio als Bildungsmedium leisten kann. Was tatsächlich ankommt und in seiner Wirkung nachhaltig sein kann, hat eher etwas mit Haltungen und mit Emotionen zu tun als mit faktischem Wissen. Haltung ist allen mit dem dritten Radiopreis der Erwachsenenbildung ausgezeichneten Sendungen bei all ihrer inhaltlichen und gestalterischen Unterschiedlichkeit gemeinsam. Die Offenlegung des Blickwinkels bezeichnete die Laudatorin Frischmuth als "erste Pflicht eines Volks- oder Erwachsenenbildners" aus der die "Pflicht" resultiert, sich nie mit einem Blickwinkel zu begnügen.

Eine aus achtzehn Personen bestehende Jury - neun Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildner sowie neun Journalistinnen und Journalisten - hat am 9. November 2000 zum dritten Mal den Radiopreis der Erwachsenenbildung verliehen. Der Preis wird von vier österreichweit tätigen Verbänden der Erwachsenenbildung, den Bildungshäusern, dem BüchereiVerband, dem Verband Österreichischer Volkshochschulen und dem WIFI gestiftet. Aus 74 eingereichten Sendungen des ORF und der freien Radioszene wurden von einer Vorjury 15 Produktionen für die Preisvergabe in den Sparten Information, Kultur, Bildung/Wissenschaft sowie Interaktives/Projektbezogenes nominiert. Der Preis in der Sparte Bildung/Wissenschaft ist nach dem langjährigen ORF-Kurator und Erwachsenenbildner Eduard Ploier benannt.(hb)

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