Parfuss: Konsumenten und Tiere bezahlen ÖVP-Landwirtschaftspolitik mit ihrer Gesundheit!

Niedriger Stellenwert der Tiere rächt sich jetzt

Wien (SK) "Landwirtschaftsminister Molterer kann sich auch noch so zornig geben: verantwortlich für die Skandale in der Landwirtschaft sind er und die verfehlte Landwirtschaftspolitik der ÖVP sowie deren Haltung zum Tierschutz", sagte SPÖ-Tierschutzsprecherin Ludmilla Parfuss Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Wenn Tiere nur als Produktionsmittel betrachtet werden und in großer Zahl auf engem Raum gehalten werden, sei der Schritt zum unmäßigen Einsatz von Antibiotika, Wachstumsförderern und Hormonen nicht weit, ja diese sind sogar notwendig, um die schlechten Haltungsbedingungen und die daraus folgende Krankheitsanfälligkeit der Tiere "auszugleichen", so Parfuss.

"Das Verbot von Antibiotika ist ein wichtiger Schritt, er greift aber noch zu kurz. Um das Übel an der Wurzel zu packen, muss die Haltung von Nutztieren endlich auf ein tiergerechtes Niveau gebracht werden, damit der Einsatz von Medikamenten in der Tierzucht nicht nur verboten, sondern auch tatsächlich überflüssig wird. Solange die Intensiv- und Massentierhaltung Standard ist, solange dieses System durch die ÖVP gefördert wird, solange werden wir Skandale haben", so Parfuss. Gerade beim Thema Tierschutz in der Landwirtschaft habe sich die ÖVP gegen wirkliche Verbesserungen immer gewehrt und deshalb auch das Bundestierschutzgesetz blockiert.

Parfuss fordert deshalb:

  • ein Bundestierschutzgesetz zur einer einheitlichen Regelung der Tierhaltung in ganz Österreich
  • Nutztierhaltung mit dem Tiergerechtheitsindex (TGI) als Grundlage für eine tiergerechte Regelung
  • regelmäßige Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften
  • ein Gütesiegel, das diesen Namen auch verdient hat
  • Umstellung der Agrarförderungen von Flächen- und Tieranzahl auf Arbeitseinsatz der Menschen und ökologischen Kriterien

"Qualitativ hochwertiges Fleisch von tiergerecht gehaltenen Tieren hat seinen Preis. Unser aller Gesundheit und das der Tiere sollte uns das aber wert sein. BM Molterer wird daran zu messen sein, ob ihm das auch etwas wert ist. Er sollte nicht vergessen: Tierschutz ist auch Menschenschutz", erklärte die Tierschutzsprecherin abschließend. (Schluss) ps/mp

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK