Kranzl: Unglaubliche Aussagen und Entgleisungen von Schwarzböck zu Medikamenten-Affäre in der Schweinezucht

Konsumenten sind die einzigen Leidtragenden der aufgedeckten Missbräuche und Gesetzesübertretungen

St. Pölten, (SPI) - "Als unglaubliche Entgleisung und Fortsetzung der Politik des ‚Davonstehlens aus der Verantwortung‘ durch die zuständigen Landwirtschaftspolitiker bezeichnete heute Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl die Aussagen von Landwirtschaftskammerpräsident Rudolf Schwarzböck, wonach auch die Konsumenten in der jüngsten Affäre rund um Tiermehlverfütterung und Medikamentenmissbrauch in der Schweineaufzucht eine "Mitverantwortung" haben.****

"Das Bekenntnis der Konsumenten für biologische Lebensmitteln aus der Landwirtschaft ist sicher ehrlich gemeint und schlägt sich auch im Kaufverhalten nieder. Dies beweisen einschlägige Studien. Was die Landwirtschaft, oder besser gesagt einige wenige schwarze Schafe unter den Züchtern verursacht haben, ist ein berechtigtes Misstrauen der Konsumenten betreffend der Deklaration der Produkte und damit der Ehrlichkeit der Produzenten. Verbotene Medikamente und Leistungssteigerer haben in biologischen Produkten nichts zu suchen. Falsch deklarierte Lebensmittel - Stichwort ‚rindfleischfreie Wurst‘, welche sehr wohl Rindfleisch enthielt - sind die Auslöser eines Vertrauensbruches zwischen Konsumenten und Landwirtschaft", so Kranzl.

"Landwirtschaftskammerpräsident Schwarzböck wäre sicher besser beraten, sich nicht in die unglaubwürdige Verteidigungslinie einer über Jahrzehnte falsch gelaufenen Landwirtschaftspolitik einzureihen. Er sollte sich stattdessen für Sicherheit, Transparenz und die notwendigen Kontrollen, aber auch die Verschärfung der Strafen bei Gesetzesverstößen einsetzen. Die Verantwortung liegt eindeutig bei der Landwirtschaft. Zwischen den Zeilen mitzuteilen, die Verwendung verbotener Substanzen in der Tierzucht sei ja verständlich, weil ja die Konsumenten keine höheren Preise zu zahlen bereit sind, ist strikt zurückzuweisen, ja politisch wohl die unqualifizierteste Meldung, die im Zuge der traurigen Medikamenten-Affäre getätigt wurde", so LR Kranzl abschließend.
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