Unseriöse WIFO-Studie zu Arbeitszeiten

Wien (OTS) - Das WIFO hat wieder zugeschlagen. In einer kürzlich vom WIFO vorgelegten Studie wird behauptet, der Öffentliche Dienst hätte die kürzeste Arbeitszeit. Überdies wären zusätzliche Arbeitsplätze vor allem im "Öffentlichen Sektor" geschaffen worden. Es wird eine Steigerung von 363.800 Arbeitsplätzen 1964 auf 767.800 im Jahr 1999 behauptet.

Inwieweit die Arbeitsplätze im Öffentlichen Sektor (einschließlich WIFO) vermehrt wurden, ist uns nicht bekannt. Dass in der öffentlichen Verwaltung in den letzten Jahren viele tausende Arbeitsplätze eingespart wurden, sollte aber allgemein bekannt sein. Die behauptete Verdoppelung der Arbeitsplätze seit 1964 kann mit einem Blick auf die Stellenpläne in den jeweiligen Jahresbudgets leicht widerlegt werden.

Die wissenschaftliche "Qualität" der Studie wird auch dadurch offenkundig, dass der Öffentliche Dienst mit dem Öffentlichem Sektor vermischt wird. Und offenbar wurde nur die Kopfzahl, nicht aber die Vollbeschäftigungsäquivalente der Arbeitnehmer gerechnet (Die Teilbeschäftigung hat zuletzt auch im Öffentlichen Dienst stark zugenommen).

Ein bedauerliches Faktum ist, dass manche Medien derartige "Studien" zu Angriffen auf den Öffentlichen Dienst nutzen. Beispiel "Presse" vom 24.1.: "Öffentlicher Dienst hat seit 1964 Mitarbeiter verdoppelt", "Im staatlichen Sektor wird kürzer gearbeitet als in allen anderen Bereichen".

Bereits mit der Krankenstandsstudie des WIFO für 1998, in der völlig tatsachenwidrig behauptet wurde, die Beamten hätten mit einer "Krankheitsinzidenzrate" von 12 % ein Vielfaches an Krankenständen als die anderen Erwerbstätigen (mit einer Rate von 4,3 %) wurde ein äußerst negatives Medienecho ausgelöst. Tatsächlich lag laut Fehlzeitenbereicht des BM f. Finanzen die Krankenstandsrate der Beamten 1998 (ähnlich wie in anderen Berufen) bei 3 bis 4 %.

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