MURAUER:ERSCHRECKENDER ANSTIEG VON DROGENTOTEN LAUT SICHERHEITSBERICHT 1999

Wien, 24. Jänner 2001 (ÖVP-PK) Dem neuen Sicherheitsbericht von 1999 ist eine eindeutige Erhöhung von Suchtgiftdelikten zu entnehmen. "Vor allem der neuerliche Anstieg der Drogentoten in Österreich um sieben Prozent auf 174 Tote ist nach Jahren der Rückläufigkeit besonders erschreckend", zeigt sich ÖVP-Abg. Walter Murauer alarmiert. ****

Besonders betroffen ist Murauer aber über den signifikanten Anstieg der Drogentoten unter 20 Jahren. Die Zahl der Drogenopfer in dieser Altersgruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr von acht auf 19 Jugendliche. "Als jüngste Drogenopfer sind drei 15-Jährige, vier 16-Jährige und zwei 17-Jährige zu beklagen", stellt Murauer schockiert fest.

Aber nicht nur ein Anstieg von Drogentoten sondern auch eine deutliche Erhöhung der Suchtgiftdelikte ist zu verzeichnen. 17.597 Anzeigen wegen Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz wurden erstattet, das sind um 5,63 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Cannabis, Haschisch und LSD stieg sogar die Anzahl der Sicherstellungen um bis zu 17 Prozent. Bedenklich ist auch die Zunahme von sogenannten Designerdrogen wie Ecstasy, die sich immer größerer Beliebtheit vor allem bei Jugendlichen erfreuen. Gerade jene Drogen weisen durch die enorme psychische Beeinträchtigung ein sehr hohes Gefahrenpotential auf.

Erfreut zeigt sich Murauer aber über die Trendumkehr in Oberösterreich, wo ein Rückgang von minus 16,27 Prozent der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz vermerkt wurde.

Der ÖVP-Abgeordnete stellt fest, dass der erschreckende Anstieg von Suchtmittelgebrauch auch in anderen europäischen Ländern zu verzeichnen ist. 693 Tonnen Cannabisharz und 157 Tonnen Cannabiskraut wurden zum Beispiel in Europa sichergestellt, das sind um 138 Tonnen mehr als im Vorjahr. Der ansteigende Trend zu diesem Suchtgift, das meist die Einstiegsdroge zu härteren Drogen ist, stellt für Murauer eine besondere Gefahr dar. "Gerade in letzter Zeit sind in Österreich unglaublich viele tragische Unfälle passiert, deren Ursache die Beeinträchtigung durch Drogen ist. Meist wird dies dann dem Konsum von sogenannten harten Drogen wie Heroin oder Kokain zugeschrieben. Aber auch Cannabis, das von manchen Menschen verharmlosend als weiche Droge bezeichnet wird, beeinträchtigt stark den physischen und psychischen Zustand des Konsumierenden und stellt somit ein genauso großes Risiko dar", ist Murauer überzeugt.

"Die ständige Forderung von SPÖ und Grünen nach der Freigabe von Drogen ist undenkbar und mehr als verantwortungslos", kritisiert Murauer. "Der Anstieg von Drogentoten, vor allem bei Jugendlichen, und der Anstieg von Unfällen, die durch Drogenmissbrauch zustande kamen, sollten der SPÖ und den Grünen zu Denken geben. Auch ihre Kinder sind dann noch mehr gefährdet, aber auch alle anderen Mitbürger, die unschuldig durch Drogenkonsumenten gefährdet werden." "Eine Forderung nach Freigabe von Drogen kommt einer Mitschuld an diesen tragischen Unfällen und dem Anstieg von Drogenopfern gleich", verurteilt Murauer die liberale Drogenpolitik von SPÖ und Grünen weiters auf das Schärfste. "Vielmehr sollte der Missbrauch von Suchtmitteln noch viel stärker kontrolliert und geahndet und bei Jugendlichen eine noch höhere Aufklärung über die Gefahr von Drogen forciert werden."
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