BESUCH DES JORDANISCHEN KÖNIGS ABDULLAH II. Gespräch mit den Präsidenten Fischer, Prinzhorn und Fasslabend

Wien (PK) - König Abdullah II. von Jordanien besuchte im Rahmen seines zweitägigen Österreichaufenthaltes das Parlament und traf mit Nationalratspräsident Heinz Fischer, dem Zweiten Präsidenten Thomas Prinzhorn und dem Dritten Präsidenten Werner Fasslabend zu einem Gespräch zusammen.

König Abdullah und Präsident Fischer unterstrichen in ihren Begrüßungsworten die besonders Beziehungen zwischen den beiden Ländern. "Die politischen Beziehungen könnten nicht besser sein", sagte König Abdullah und stimmte mit seinem Gastgeber in dem Wunsch überein, die Freundschaft zwischen Östereich und Jordanien durch weitere wechselseitige Besuche von Parlamentarierdelegationen zu vertiefen.

Nachdem Präsident Fischer den jordanischen König und seine Begleiter, unter ihnen Premierminister Ali Abu Ragheb und Außenminister Abdul Ilah Khatib, über die von politischer und ökonomischer Stabilität gekennzeichnete Situation in Österreich informiert hatte, berichteten die Gäste über den Stand und die aktuellen Probleme der Friedensbemühungen im Nahen Osten aus ihrer Sicht. König Abdullah und Außenminister Abdul Ilah Khatib bezeichneten das Recht aller Palästinenser auf Rückkehr in ihre Heimat und eine Lösung der Jerusalemfrage als zentrale Themen der Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern und sprachen die Hoffnung aus, dass es trotz der aktuellen Probleme noch vor den israelischen Wahlen gelingen werde, ein Übereinkommen als Basis für weitere Schritte zu treffen. Europa spiele im Nahen Osten eine ausgleichende Rolle, würdigte König Abdullah und zeigte sich zuversichtlich, dass die neue US-Administration das starke Engagement von Präsident Clinton für einen Frieden im Nahen Osten fortsetzen werde.

Jordanien selbst verfüge über gute Beziehungen zu all seinen Nachbarn sowie in der gesamten Region, sagte König Abdullah und schilderte seine Bemühungen zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung Jordaniens, vor allem zur Intensivierung des Außenhandels und der internationalen Investitionstätigkeit. Premierminister Ali Abu Ragheb warb mit dem Hinweis auf die guten Entwicklungschancen des jordanischen Tourismus um internationales Kapital. Schließlich ging König Abdullah auf die Anstrengungen Jordaniens zur Modernisierung seines Schulsystems ein, wobei der jordanische Monarch insbesondere auf den Ausbau des Englisch- und des EDV-Unterrichts aufmerksam machte.

Auf dem weiteren Besuchsprogramm König Abdullahs stehen heute Gespräche mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Bundespräsident Thomas Klestil. Danach wird das jordanische Königspaar seinen offiziellen Besuch in Österreich beenden und sich privat in den Alpen aufhalten. (Schluss)

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