Holender scharf gegen Grüne Kulturpolitik

Verhandlungen mit Rattle und Bondy - keine Carreras-Rückkehr mit "Sly" - Vorarbeiten für die Absiedlung des Musicals aus dem Theater an der Wien ab 2003 -Vorausmeldung zu NEWS 4/01 v. 25.01.2001

Wien (OTS) - Wiens Staatsoperndirektor Ioan Holender in scharfer Konfrontation mit der Kulturpolitik der Wiener Grünen. Die hatten in einem NEWS-Gespräch u. a. Theaterschließungen zwecks Umverteilung zu neuen Kunstformen nicht ausgeschlossen, die Halbierung des Festwochen-Budgets und eine zwangsweise durchzusetzende Frauenquote von 50 % bei Philharmonikern und Symphonikern gefordert.

Holender im morgen erscheinenden NEWS: "Wenn die Kultursprecherin einer Partei meint, man müsse durch Modernismen und programmatische Verordnungen Kunst entstehen lassen, so erinnert mich das an "Kunstverordnungen", aus denen alles andere entstehen kann, nur keine Kunst. Diese Aussagen platzen vor Banausentum. Der Höhepunkt der Ignoranz ist, daß man eine fünfzigprozentige Frauenquote bei Philharmonikern und und Symphonikern fordert, unabhängig von der Qualität. Diese Aussagen sind eine Rückfall in die Zeit, da die Grünen erfolglos waren, weil sie pubertär gegen alles opponiert haben, was etwas wert ist."

Im Hinblick auf die Wiener Wahlen votiert Holender für den Verbleib Peter Marboes, der "ein Symbol für Liberalismus, Freiheit und Unterstützung der Kunst" sei. "Ich hoffe also, daß nach den Wahlen das Beste geschieht, nämlich dasselbe wie jetzt. Und dass dann die Umsiedlung des Musicals vom Theater an der Wien ins Raimundtheater raschestmöglich angegangen wird."

Die NEWS-Information, er plane 2003 an der Wien als Festwochen-Kooperation eine Schostakowitsch-Oper in Luc Bondys Regie, kommentiert Holender so: "Ich hatte mit Hernn Bondy ein sehr erfreuliches Mittagessen. Weiteren gemeinsamen Überlegungen möchte ich nicht vorgreifen."

Im übrigen stehe er in "sehr optimistischen Gesprächen mit Simon Rattle. Es geht um einen Wagner, wobei es sich nicht um eine Neuinszenierung handeln muß."

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