Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll im News-Interview: Grundsätzlich positive Bilanz nach einem Jahr Wende - aber harte Kritik an Wirtschaftspolitik der FPÖ

- Pröll kritisiert Dominanz des Prinzhorn-Flügels in der Wirtschaftspolitik der Regierung: "Innerhalb der Wirtschaft orte ich zunehmendes Stirnrunzeln." Vorausmeldung zu NEWS 4/01 v. 25.01.2001

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichten-magazins NEWS zieht Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll eine grundsätzlich positive Bilanz nach einem Jahr Wende. Pröll, der ursprünglich einer schwarz-blauen Koalition skeptisch gegenüber stand, sagt heute: "Mein Vater sagte immer: Geschehene Sachen soll man für gut halten. Und im Blick zurück war es gut, wie es gekommen ist." Kritisch sieht Pröll das Tempo im ersten Wendejahr. Pröll: "Zweifelsohne ist die Regierung, was das Tempo anlangt, an die Grenze gegangen." Als Beispiel nennt Pröll die Verwaltungs-reform: "Von einer Verwaltungsreform nur zu reden, aber dabei die Länder zu meinen, wird nicht gehen. Ich erwarte mir 2001, dass die Regierung endlich jene Maßnahmen setzt, die rationelles Arbeiten durch den Staat und im Staat ermöglichen."

Unzufrieden zeigt sich Pröll auch mit den Vorgängen in der ÖIAG. In Richtung des ÖIAG-Aufsichtsratsvorsitzenden sagt Pröll: "Der Herr Heinzel wird jetzt bald beweisen müssen, dass er nicht der Blinddarm oder das Vollzugsorgan des Herrn Prinzhorn ist, sonst ist er kaputt, bevor er was zeigen konnte. Diese Regierung würde sich selbst ins Knie schießen, wenn sie den Proporz von früher verurteilt, ihn aber durch einen neuen ablöst."

Überhaupt bereite ihn die Dominanz Prinzhorns in der Wirtschaftspolitik Sorgen. Prinzhorn: "Ich glaube, dass sich Wirtschaftsminister Bartenstein Gedanken darüber machen wird, dass in der Öffentlichkeit zunehmend die Wirtschaftskompetenz der FPÖ zugesprochen wird."

"Kopfzerbrechen" bereite ihm auch, "dass innerhalb der Wirtschaft die Zufriedenheit sinkt: "Ich orte bei einer Reihe von Wirtschaftslenkern nach Aufatmen vor einem Jahr jetzt zunehmend ein Stirnrunzeln."

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