Jungbauernschaft zu Schweine-Affäre: Initiativen in der EU notwendig

Versäumnisse des Gesundheitsressorts aufarbeiten

Wien, 24. Jänner 2001 (AIZ). - "In Österreich werden für den illegalen Tierarzneimitteleinsatz Strafen verhängt. Gleichzeitig wird aus anderen EU-Staaten oder aus mittel- und osteuropäischen Staaten Fleisch importiert, das mit den selben (in Österreich verbotenen, aber dort legalen) Arzneimitteln behandelt ist. Deutsche Tierärzte dürfen in Österreich legal bestimmte nicht zugelassene Arzneimittel verwenden. Österreichische Tierärzte dürfen diese Arzneimittel nicht verwenden. In der EU gibt es 16 verschiedene Zulassungsverfahren und 15 verschiedene Preise für vergleichbare Arzneimittel. Es gibt in der Union zahlreiche zugelassene Mittel, die ähnlich, aber doch nicht vollkommen gleich sind. Zuständig für Arzneimittel und Veterinärrecht ist das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit." Dies stellte heute die Österreichische Jungbauernschaft zur aktuellen Diskussion über verbotene Medikamente in der Schweinehaltung fest. ****

"Die einzige Möglichkeit, dieses Problem an der Wurzel zu beseitigen, ist die Schaffung eines EU-einheitlichen Zulassungsverfahrens für die Arzneimittel anstatt von 15 verschiedenen Verfahren. Nur so kann sicher sein, dass Fleischproduktion überall in Europa mit den selben Standards abläuft. Alles andere ist Täuschung der Konsumenten und Wettbewerbsverzerrung für die Bauern", betonte Michael Stich, Bundesobmann-Stellvertreter der Jungbauernschaft und selbst Schweinehalter.

Die Jungbauernschaft habe bereits seit 1996 auf dieses Problem hingewiesen. Die Vorgänger(innen) im Gesundheitsressort hätten dazu das Gespräch verweigert. Auch die EU-Kommission habe nicht gehandelt, stellt Stich fest. Er verlangt von dem Ressort klare Handlungen statt Ankündigungen.
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