Buchleitner: Keine Kontrollen bei Schweinefleisch möglich

Bund muss Lebensmitteluntersuchungsanstalten ausbauen statt einsparen

Wien (SK) Nach der BSE-Gefahr bei Rindfleisch sind die KonsumentInnen nun durch den Schweinefleisch-Skandal doppelt verunsichert. Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner richtete daher am Mittwoch an Konsumentenschutzminister Haupt die Forderung, auch bei Schweinefleischprodukten scharfe Kontrollen zu ermöglichen. "Derzeit gibt es bei den Lebensmitteluntersuchungsanstalten, die wegen der BSE-Krise mit Rindfleischproben eingedeckt sind, keine freien Kapazitäten. Um Rückstände von illegalen Antibiotika oder anderen gefährlichen Medikamenten nachweisen zu können, müssen 23 verschiedene Wirkstoffe untersucht werden. Das dauert Wochen und kostet ein Vermögen", schildert der Salzburger Gesundheitsreferent die derzeitige Situation. ****

"In Salzburg könnten Produkte vom Schwein überhaupt nicht untersucht werden, in Innsbruck nur bei rohem Fleisch, und auch da erst in einigen Wochen", kritisiert Buchleitner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Statt über Ausgliederungen, Privatisierungen oder Einsparungen zu reden, müsste der Bund jetzt die Untersuchungsanstalten kräftig ausbauen. Das erwarten sich die KonsumentInnen".

"Illegale Antibiotika, Hormone und andere gefährliche Medikamente haben in Lebensmitteln nichts verloren. Da steht die Gesundheit der Verbraucher auf dem Spiel", betonte Buchleitner. Neben der Probenziehung bei rindfleischhältigen Produkten, die bereits voll im Gange ist, wollten sich die Lebensmittelprüfer im Auftrag Buchleitner auch mit Endprodukten vom Schwein auseinandersetzen. "Tests sollten zeigen, ob sich in Lebensmitteln, die Schweinefleisch enthalten, noch Rückstände von illegalen und gesundheitsschädlichen Tierarzneimitteln befinden. Das ist nicht möglich, weil die Untersuchungsanstalten des Bundes überfordert sind", ärgert sich Buchleitner.

Die Herkunft des Schweinefleisches ist für Buchleitner zweitrangig:
"Auch wenn sich herausstellt, dass sich unter den Salzburger Schweinemästern keine schwarzen Schafe befinden, ist das noch lange keine Garantie für die Konsumenten. Woher das Schwein in der Aufstrichdose kommt, weiß der Verbraucher in der Regel nicht." (Schluss) se/mp

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/53427-275

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK/NSK