ÖAMTC: Idee des Kilometergeldes wird ad absurdum geführt

Geltendmachung beim Finanzamt bringt Bürokratieschub

Wien (ÖAMTC-Presse) - . Das amtliche Kilometergeld deckt längst nicht mehr die tatsächlichen Autokosten ab, wie der aktuelle Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr mit 110,2 Punkten zeigt. Seit mehr als einem halben Jahr stößt die Forderung des Clubs nach einer Erhöhung des Kilometergeldes um 50 Groschen bei der dafür zuständigen Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer auf taube Ohren. Scharf rechnende Autofahrer werden daher verstärkt von ihrem Recht Gebrauch machen, effektiv durch die berufliche Nutzung entstandene Autokosten bei den Finanzämtern direkt geltend zu machen. "Die Konsequenz könnte eine Flut von Anträgen und bürokratischen Verfahren bei den Finanzämtern sein, was so ziemlich das Gegenteil von einer schlanken, bürgerfreundlichen und sparsamen Verwaltung ist", kritisiert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung Karl Obermair.

Zur Erinnerung: Das amtliche Kilometergeld wurde nicht zuletzt deshalb eingeführt, um mit durchschnittlichen Kostensätzen auf pauschaler Basis ohne großen bürokratischen Aufwand entstandene Kosten geltend zu machen. Zwingt man jetzt die Bürger dazu, die effektiv entstandenen Kosten mit einer Fülle von Belegen, Rechnungen und Fahrtenbüchern nachzuweisen, führt man die Idee des amtlichen Kilometergeldes geradezu ad absurdum. Ein Servicetipp des Clubs: Man sollte zumindest überschlagsmäßig die tatsächlich entstehenden Autokosten (Leasingrate, Kraftstoffkosten, Vignette, etc.) durch die berufliche Nutzung ermitteln, ehe man sich entscheidet, ob man auf Kilometergeldbasis (also derzeit für Pkw S 4,90) abrechnet oder sich für den umständlicheren Weg der direkten Geltendmachung von Kosten beim Finanzamt entscheidet. Als Faustregel gilt: Bei neueren, leistungsstarken Benzinern zahlt sich der Weg zum Finanzamt noch am ehesten aus.

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ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal

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