Österreichs Exporte nach Belgien trotz Sanktionen zweistellig gestiegen

Flämischer Ministerpräsident Dewael erörtert in Wien mit WKÖ-Präsident Leitl neue Kooperationsmöglichkeiten vor allem am High Tech-Sektor

Wien (PWK042) - Der flämische Ministerpräsident Patrick Dewael und sein Innenminister Johan Sauwens treffen am Mittwoch, dem 24. Jänner, mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, im Haus der Wirtschaft in Wien zusammen. Sowohl Dewael als auch Sauwens, der unter anderem für Außenhandelsagenden zuständig ist, waren von Anfang an Gegner der Sanktionspolitik des belgischen Außenministers Louis Michel gegen Österreich.

Gesprächsthemen der hochrangigen Gäste mit Präsident Leitl sind die Intensivierung der Handelspartnerschaft zwischen Österreich und Flandern bzw. Belgien sowie neue bilaterale Kooperationen vor allem im Bereich der Technologiezentren. "In den kommenden Jahren dürften sich gute Exportaussichten für Österreichs Betriebe vor allem beim Umweltschutz, wo Belgien noch einen großen Nachholbedarf hat, sowie am High Tech- und Kommunikationssektor ergeben", berichtet Leitl. "Im High Tech-Bereich verfügt Belgien über eine große Anzahl von international renommierten Technologiezentren, wo besonders Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen belgischen und österreichischen Klein- und Mittelbetrieben bestehen." Österreich spielt für Belgien u.a. als Handels- und Logistikzentrum in Richtung der mittel- und osteuropäischen Länder eine bedeutende Rolle.

In den ersten zehn Monaten 2000 konnten die österreichischen Lieferungen nach Belgien trotz Sanktionspolitik um 11,3 Prozent auf 11,7 Mrd Schilling gesteigert werden, die Importe nahmen etwas geringer - um 4,4 Prozent auf 15,6 Mrd Schilling - zu. "Das latente Handelsbilanzdefizit Österreichs mit Belgien konnte so im Vergleich zur Vorjahresperiode um über 800 Mio Schilling reduziert werden", erklärt der Wirtschaftskammerpräsident.

Rund 80 Prozent der österreichischen Exporte nach Belgien gehen in den niederländischsprachigen Landesteil Flandern und rund 80 Prozent der Bezüge aus Belgien stammen von dieser Region. So lieferte Österreich 1999 von insgesamt 12,3 Mrd Schilling Belgien-Exporten, Waren im Wert von 9,8 Mrd Schilling nach Flandern. Auch die wichtigsten österreichischen Niederlassungen befinden sich in Flandern. (Ne)

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