Die kulturelle Präsenz Österreichs aufrechterhalten

Wien (SK) "Die Schließung des österreichischen Kulturinstituts in Paris bei gleichzeitiger Fertigstellung des Millionen-teuren Prestige-Projekts Wolfgang Schüssels in New York illustriert die völlige Rat- und Konzeptlosigkeit der österreichischen Außenpolitik", kritisierte Mittwoch der Internationale Sekretär der SPÖ, Albrecht K. Konecny. Statt grundsätzlich zeitgemäße Formen der Auslandskulturarbeit zu überlegen, werde in völlig unüberlegter Art und Weise ein "Sparprogramm" durchgezogen, bei dem Österreichs Ansehen auf der Strecke bleibt. Besonders problematisch sei, dass -nach den Konfrontationen des letzten Jahres - dieser Schritt in Frankreich als Affront verstanden werden könne. ****

Ein modernes Konzept der Auslandskulturarbeit, so Konecny, könne selbstverständlich nicht mehr auf isolierte "Inseln", wie sie die Kulturinstitute sind, abstellen, sondern müsse Partnerschaften und Koproduktionen mit den wichtigsten Kulturzentren des jeweiligen Gastlandes suchen. In diesem Zusammenhang regte Konecny auch an, die Bestände der Bibliothek des österreichischen Kulturinstitutes in Paris der Pariser Universität zu übergeben und - mit Sponsorbeiträgen der österreichischen Wirtschaft und der Regierung - darum herum ein neues Institut für Österreich-Kunde aufzubauen.

Eine "Sparsamkeit", die nur auf Einzelprobleme reagiert - wie das im Fall Paris die Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes ist - riskiert Österreichs Präsenz in der Welt. "Die mühsamen Versuche des Außenministeriums, das simple 'Zusperren' als Konzept zu verkaufen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass - wie auf vielen anderen Gebieten - hier die blanke Ideenlosigkeit regiert", schloss Konecny. (Schluss) ns/mm

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