ots Ad hoc-Service: Duerr AG <DE0005565204> Vorlaeufiger Bericht ueber das Geschaeftsjahr 2000

Stuttgart (ots Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG, übermittelt von der DGAP Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich

Vorläufiger Bericht über das
Geschäftsjahr 2000 Dürr mit neuer Strategie auf Erfolgskurs -EBT und EBITDA prozentual zweistellig gestiegen -Hohe Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang -Weiteres Wachstum in 2001 erwartet

Vor dem Hintergrund einer weltweit guten Automobilkonjunktur hat der Technologiekonzern Dürr nach vorläufigen US-GAAP-Zahlen seine Planziele für das Geschäftsjahr 2000 erreicht und bei Umsatz, Auftragseingang sowie Ergebnis neue Höchstwerte erzielt. Durch den erfolgreichen Ausbau seines Systemangebots und eine insgesamt stabile Nachfrage in der Automobilindustrie erwartet Dürr auch für 2001 ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.

EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand) und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsaufwand und Abschreibungen) stiegen gegenüber 1999 deutlich an. Auch das EBT (Ergebnis vor Steuern) verzeichnete ein zweistelliges prozentuales Wachstum. Der Konzernumsatz stieg um 54 % auf EUR 1.890 Mio. (Vj. EUR 1.224 Mio). Mit EUR 1.950 Mio. übertrifft der Auftragseingang den Vorjahreswert von EUR 1.120 Mio. um 74%. Der Auftragsbestand betrug EUR 1.110 Mio. (Vj. EUR 744 Mio., + 49%). Dürr investierte EUR 229 Mio. in Beteiligungen (Vj. EUR 86,1 Mio.). Dabei handelt es sich v.a. um die Akquisition der seit 1.4.2000 konsolidierten Carl Schenck AG sowie um die 50%- Beteiligung an der at equity einbezogenen Alstom Automation S.A. (mittlerweile Dürr-AIS). Die Sachinvestitionen betrugen EUR 39 Mio. (Vj. EUR 29,2 Mio.). Zum Jahresende 2000 gehörten dem Dürr-Konzern 11.920 Mitarbeiter an (Vj. 7.255).

Mit einem Umsatz von EUR 904 Mio. legte der größte Geschäftsbereich Paint Systems 24 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 731 Mio.) zu. Erfolgreichste Produktlinie war die Applikationstechnik, die v.a. von der starken Nachfrage nach Lackierrobotern profitierte. Mit zwei Großaufträgen französischer Hersteller für die Dürr-AIS-Gruppe konnte die Marktstellung in Frankreich ausgebaut werden. Zum Jahresbeginn hat Dürr von ABB die Lizenz für das Tauchlackierverfahren RoDip sowie die deutsche Gesellschaft ABB Paint Automation erworben, die für 2001 einen Umsatz von rd. EUR 50 Mio. erwartet. Zusätzlich stärkt der Ausbau der Aktivitäten in Japan das Dürr- Kerngeschäft im Bereich Lackiersysteme.

Der Geschäftsbereich Automotion steigerte den Gesamtumsatz um 7 % auf EUR 215 Mio. (Vj. EUR 201 Mio.). Der Beitrag des Geschäftsbereichs zum konsolidierten Konzernumsatz belief sich aufgrund des hohen Anteils konzerninterner Zulieferungen im Rahmen von Systemaufträgen auf Euro 106 Mio. Zusammen mit dem Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik hat sich Dürr Automotion zu einem führenden Systemanbieter im Wertschöpfungsbereich Fahrzeugendmontage entwickelt.

Bei teilweise intensivem Wettbewerb und guter Projektlage steigerte der Geschäftsbereich Environmental den Umsatz um 25% auf EUR 95 Mio. (Vj. EUR 76 Mio.).

Der zum Jahresbeginn aus namensrechtlichen Gründen in Ecoclean umbenannte Geschäftsbereich Protecs steigerte den Gesamtumsatz um 7 % auf EUR 237 Mio. (Vj. EUR 221 Mio.). Der konsolidierte Umsatz betrug aufgrund konzerninterner Zulieferungen, die Ecoclean im Rahmen von Systemaufträgen für andere Geschäftsbereiche erbrachte, Euro 193 Mio. Durch die Einführung neuer Motoren- und Getriebegenerationen erwartet der Geschäftsbereich ein konstant hohes Investitionsniveau in der Automobilindustrie.

Der Geschäftsbereich Services, der durch die seit Mai 1999 konsolidierte Premier-Gruppe vertreten wird, erzielte im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von EUR 119 Mio. Dies entspricht einem Plus von 12 % gegenüber dem Premier-Umsatz für das Gesamtjahr 1999. Gegenüber dem 1999 in den konsolidierten Dürr-Konzernumsatz eingegangenen Premier-Umsatz für 8 Monate in Höhe von EUR 71 Mio. ergibt sich für 2000 ein Zuwachs von 68 %. Der Geschäftsbereich verzeichnete einen guten Auftragseingang aus der Automobilindustrie. Interesse bestand neben der Reinigung von Systemen vor allem an technisch anspruchsvollen Dienstleistungen wie Instandhaltung und Wartung sowie an Betreibermodellen für den laufenden Betrieb.

Die erstmals nach US-GAAP bilanzierende Carl Schenck AG steigerte den Umsatz um 24 % auf EUR 578 Mio. (Vj. EUR 468 Mio.). Im Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik trug neben Projekten in der Fahrzeugendmontage auch die Nachfrage nach Planungs- und Engineering-Dienstleistungen für Materialfluss- und Logistiksysteme sowie nach Produkten und Dienstleistungen für Fahrzeugentwicklung und -prüfung zum positiven Verlauf des Geschäftsjahrs bei. Auch bei den Unternehmensbereichen Mess- und Verfahrenstechnik sowie Auswucht- und Diagnosetechnik hat sich die Auftragssituation durch die Nachfragebelebung in Schlüsselbranchen gut entwickelt.

Der im Jahr 2000 neu gegründete Geschäftsbereich INTX forciert die Vermarktung von Dürr-Technologien in neuen Märkten und beteiligt sich mit der Corporate Venture Capital-Gesellschaft INTX AG an Start-up Unternehmen, deren Produkte und Leistungen für das Dürr-Kerngeschäft interessant sind. Nach der Überprüfung zahlreicher Projekte geht INTX von der Realisierung erster Beteiligungen im ersten Halbjahr 2001 aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2001 Für 2001 rechnet Dürr mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft. Dürr geht davon aus, dass sich die Weltfahrzeugproduktion - bei regionalen Unterschieden -auch in den kommenden Jahren auf dem hohen Niveau des Jahres 2000 bewegen wird. Für den Fall, dass sich die Fahrzeugproduktion entgegen den aktuellen Prognosen rückläufig entwickelt, rechnet Dürr trotzdem mit einem relativ stabilen Investitionsniveau. Investitionsmotive sind z. B. die offensive Modellpolitik der Hersteller sowie die Steigerung von Produktivität, Qualität und Umweltverträglichkeit durch neue Systeme. Zusätzlich trägt der wachsende Anteil an Serviceleistungen zur Abschwächung zyklischer Effekte bei. Wachstums-und Ertragspotenziale ergeben sich auch durch die akquirierten Unternehmen. Nach dem starken externen Wachstum der vergangenen Jahre konzentriert sich Dürr auf die Verbesserung der Ertragssituation, z. B. durch die Nutzung von Synergien innerhalb der neu formierten Dürr-Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2001 erwartet Dürr erneut ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.

Dürr AG - Gerhard Zaiß / Susanne E. Langer Tel.: 0711 / 136 - 10 95 u. - 17 85

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