Neue Medien: Kein Ersatz für persönliches Gespräch BILD

Rege Teilnahme am Medienempfang der Landesregierung -Medienkünstler Richard Kriesche als Gastreferent

Bregenz (VLK) - Auf reges Interesse stieß der
Medienempfang der Vorarlberger Landesregierung am Dienstag,
23. Januar 2001, im See-Studio des Festspiel- und
Kongresshauses in Bregenz. Vor rund 200 Journalisten und Medienschaffenden aus Vorarlberg und dem Bodenseeraum legte Landeshauptmann Herbert Sausgruber ein klares Bekenntnis zur
Nutzung der neuen Medien ab. Massenmedien und digitale Informationsmöglichkeiten dürfen aber nicht als einzige
Mittel der Kommunikation gesehen werden, betonte Sausgruber gleichzeitig: "Weder ein Internet-Chat oder ein perfekt organisiertes e-Government können ein Gespräch mit dem Bürger ersetzen." ****

"Information muss offen und Kommunikation muss ehrlich
sein", so der Landeshauptmann. "Das gilt nicht nur für die traditionellen Medien im Print- oder elektronischen Bereich,
das gilt in gleichem Maße auch für die neuen Medien." Seitens
des Landes werden diese neuen Akzente sinnvoll genutzt: "Wir
haben deshalb etwa in der Landesverwaltung ein viel
versprechendes Projekt zum Bereich 'e-Government' gestartet.
Und schon jetzt nutzen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zusehends die digitalen Möglichkeiten im Amtsverkehr, etwa
mittels e-Mail".

Massenmedien und digitale Informationsmöglichkeiten dürfen
aber nicht als einzige Schiene oder gar Ersatz der zwischenmenschlichen Kommunikation zwischen Politik und
Bürger gesehen werden, betonte der Landeshauptmann: "Weder
ein Internet-Chat noch ein perfekt organisiertes e-Government können ein Einzelgespräch mit dem Bürger ersetzen. Das persönliche Gespräch mit dem Hilfe suchenden Bürger muss und
wird es auch in Zukunft geben".

Gastreferent Richard Kriesche

Der diesjährige Gastreferent Richard Kriesche ging in
seiner Festansprache auf die Vernetzung und Informatisierung
der Welt durch Computer ein und sprach dabei von einem
"Infoversum". Der Medienkünstler ist seit 1997 Referatsleiter
für wissenschaftliche und künstlerische Angelegenheiten im Forschungs- und Kulturmanagement der Steiermärkischen Landesregierung.

Im Bild, aber ohne Orientierung sein

"Jeder von uns", so Kriesche, "trägt mindestens einen
Computer am Körper". Jeder einzelne und die Gesellschaft in
ihrer Gesamtheit würde ohne die Rechnerleistung ihrer
Computer zusammenstürzen. Die Verrechnung der Welt auf
Grundlage von Informationsbits sei somit zu ihrem eigenen und alleinigen Fundament geworden. Laut Kriesche stellt der
richtige Umgang mit den immer größer werdenden Informationsströmen das eigentliche Problem dar "und nicht
die Lösung als die sie sich ausgibt".

Bitte Sperrfrist bis Dienstag, 23. Jänner 2001, 19.30 Uhr, beachten!
(tm/alf/dig,nvl)

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