Vierte informelle Beratung der Kommissare der Internationalen Walfangkommission der Nachbarstaaten der Nordwestpazifikregion

Tokio (ots-PRNewswire-AsiaNet) - Delegierte aus Japan, der
Republik Korea und der Russischen Föderation trafen sich zu ihrer 4. informellen Beratung der Kommissare der Internationalen Walfangkommission der Nachbarstaaten der Nordwestpazifikregion am 15. und 16. Januar 2001. Die Vertreter der Volksrepublik China konnten nicht an der Sitzung teilnehmen. Der Generalsekretär der Kommission für Meeressäuger des Nordatlantiks (NAMMCO) nahm an der informellen Beratung als Beobachter teil.

Die Delegierten tauschten offen ihre Ansichten über das umfassende Themengebiet Wale und Walfang sowie über die derzeitige Situation in der Internationalen Walfangkommission (IWK) aus. Die Delegierten diskutierten die Notwendigkeit seitens der IWK, so rasch wie möglich ihre neuen Regelungen für die Verwaltung des Walfangs fertig zu stellen und das Moratorium für den kommerziellen Walfang aufzuheben, um die Glaubwürdigkeit der IWK als Organ des Ressourcen-Managements wieder herzustellen. Hinsichtlich dieser neuen Regelung waren die Delegierten der Ansicht, sie müsse auf den Vorschriften der Internationalen Konvention zur Regelung des Walfangs basieren, Überwachung und Kontrollprogramme dürften nicht unnötig beschwerlich sein, und die Kosten des Programms sollten als Teil des Gesamtbudgets der Kommission eingeschlossen werden anstatt ausschließlich zu Lasten der Mitglieder der Kommission zu gehen, die Walfang betreiben.

Zudem bestand die Ansicht, dem Vorschlag für ein Schutzgebiet im Südpazifik fehle die wissenschaftliche Grundlage. Die Errichtung von Schutzgebieten ohne wissenschaftliche Grundlage würde, wie das 1994 im Südpazifik errichtete Schutzgebiet, der Funktion der Konvention (IKRW) des Managements von Walressourcen auf nachhaltige Weise widersprechen.

Die Delegierten wiesen darauf hin, dass der äußerst hohe Verbrauch mariner Ressourcen durch Wale, der 3-5 mal so hoch ist wie die für den menschlichen Verbrauch entnommene Menge, sowie die wachsende Auffassung vieler internationaler und regionaler Fischereiorganisationen, das Management mariner Ressourcen sollte auf der Grundlage eines Ökosystems oder vieler verschiedener Arten erfolgen, berücksichtigt werden müsse. Dazu wurden die Ergebnisse der JARPN-II-Untersuchung aus dem vergangenen Jahr überprüft und von den Delegierten gewürdigt.

Die Delegierten hoben die Notwendigkeit einer regionalen Zusammenarbeit in der Forschung (z.B. durch gemeinsame Forschung zur Nahrungsökologie und Untersuchungen der Anzahl) hervor und diskutierten die mögliche Festlegung einer regionalen Struktur, die den Rahmen für eine Zusammenarbeit in Forschung, Erhalt und nachhaltiger Nutzung von Walen im westlichen Nordpazifik bilden könnte. Vorschläge und Strategien für die Übersiedlung bestimmter Walstämme von der CITES-Liste der gefährdeten Arten (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) und die Wiederaufnahme des internationalen Handels mit Walprodukten nicht gefährdeter Arten wurden ebenfalls diskutiert.

Die Delegierten untersuchten außerdem die Ergebnisse gemeinsamer Forschungsprogramme, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, wie etwa die gemeinsame japanisch-koreanische Walbeobachtungsstudie sowie die Beobachtungsstudie im Ochotskischen Meer. Pläne für die Forschungstätigkeiten im Jahr 2001 wurden ebenfalls erörtert.

Der Beobachter der NAMMCO erläuterte die Ergebnisse der zehnten Ratssitzung und der jüngsten Studien des wissenschaftlichen Ausschusses der NAMMCO über die Wechselwirkungen zwischen Meeressäugern und Fischerei im Nordatlantik. Den Studien zufolge verbrauchen Minkwale bedeutende Mengen an Fisch, und sie haben bedeutende direkte und/oder indirekte Auswirkungen auf die Fischerei im Nordatlantik. Die Delegierten würdigten die Teilnahme der NAMMCO an der Sitzung und die Vorträge ihres Generalsekretärs.

Die Delegierten der Russischen Föderation und der Republik Korea bedankten sich bei Japan für seine Initiativen, die Zusammenarbeit in Fragen hinsichtlich Walen im westlichen Nordpazifik zu verstärken, sowie für seine Gastfreundschaft während der jetzigen Sitzung. Es wurde vereinbart, die nächste Beratung zu einem gemeinsam festgelegten Zeitpunkt abzuhalten und zu dieser Beratung die NAMMCO als Beobachter einzuladen.

ots Originaltext: Japanisches Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei Im Internet recherchierbar:
http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen: Takaaki Sakamoto,
stellvertretender Leiter,
Abteilung für Hochseefischerei der Fischereibehörde, Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, Japan,
Tel: +81-3-3502-2443, oder Fax, +81-3-3591-5824 Website: http:// www.whalesci.org
Website: http://www.icrwhale.org

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN/OTS-PRNEWSWIRE-A