WKÖ-Außenwirtschaftsorganisation wird Profit-Center

Domany und Winkler präsentieren Kern-Reformpunkte der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH: Straffung der Inlandsorganisation, Umstrukturierung des Außenhandelsnetzes, Effizienzsteigerung im Auslandsmessewesen

Wien (PWK039) - Die interne Reform der Wirtschaftskammer in
Richtung einer effektiveren und schlankeren Organisation geht zügig voran, 11 Arbeitsgruppen durchleuchten zur Zeit alle wesentlichen Bereiche der Kammerorganisation. Die Reorganisation der Außenwirtschaftsorganisation ist bereits am weitesten fortgeschritten. Der Projektverantwortliche für die Wirtschaftskammerreform, Generalsekretär Christian Domany, stellte heute bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Generalsekretär Stv. Egon Winkler die wichtigsten Reformpunkte der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO), wie die Außenwirtschaftsorganisation in Zukunft heißen wird, vor.

"Das Konzept zur Umsetzung eines Profit-Center-Modells beruht auf Vorschlägen der AWO selbst sowie unserer Beraterfirma Boston Consulting mit dem Ziel einer noch, effizienteren, besseren und schnelleren Betreuung unserer Mitglieder im Exportgeschäft. Kernpunkte sind die Straffung der Inlandsorganisation, die Umstrukturierung des Außenhandelsstellen-Netzes und die Effizienzsteigerung im Auslandsmessewesen", fasste Domany zusammen. Morgen, Mittwoch, werde das Konzept noch dem Reform-Leitungsteam der Wirtschaftskammern präsentiert, mit dessen Zustimmung der Startschuss für die Umsetzung gesetzt wird.

Die Arbeit der Inlandsorganisation der AWO wird auf die Kernkompetenzen Märkte, Projekte, Information und Administration konzentriert. Die Straffung erfolgt zB durch die Zusammenfassung von Länderreferaten, durch Schwerpunktsetzung auf die Bereiche Förderungen und Finanzierung, Internationaler Technologietransfer, Exportkooperationen, Neue Exporteure, usw. "Die zusammengefassten Bereiche werden überwiegend als flexible Arbeitsteams eigenständig agieren und auch im Bereich Produktmanagement und Leistungsverrechnung den Firmenbedürfnissen angepasst operativ tätig sein", erklärte der Generalsekretär.

Bei der Umstrukturierung des Außenhandelsstellen-Netzes wird eine wesentliche und nachhaltige Kostenreduktion bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und der Beibehaltung einer möglichst flächendeckenden weltweiten Präsenz im Dienste der österreichischen Wirtschaft angestrebt. Aufgrund der Einsparungsvorgaben ist geplant von den derzeit 80 Außenhandelsstellen Washington, Rom, Düsseldorf, Hamburg, Vancouver, Karachi, Harare, Bogota und Beirut zu schließen, ebenfalls die kleineren Exportbüros in Osaka und Atlanta. Domany betonte, dass "die österreichischen Unternehmen, die in diese Regionen exportieren, selbstverständlich von anderen Außenhandelsstellen weiterbetreut werden, es geht uns vorrangig um die richtige Präsenz an den richtigen Orten." Das Außenhandelsstellennetz wurde geprüft und gemäß den aktuellen Marktchancen adaptiert. "Es soll flexibel auf die immer rascheren wirtschaftlichen Veränderungen reagiert werden. Wo neue Märkte entstehen, wie zB im Irak, werden wir die Präsenz für unsere Mitglieder auch mit einer neuen Außenhandelsstelle (Bagdad) verstärken", strich Egon Winkler hervor.

Die Effizienz im Auslandsmessewesen wird durch die Integration dieses Bereichs, der bislang im WIFI angesiedelt war, in die AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH erreicht. Winkler: "Wir erreichen dadurch eine klare und kostengünstige Struktur zur Planung, Vorbereitung und Abwicklung sämtlicher Auslandsveranstaltungen. Für die Firmen, die an den Messen, etc. teilnehmen, ergibt sich dadurch ein verbesserter Service bei gleichzeitig erhöhter Bearbeitungstiefe."

Die Einsparungssumme, die durch diese Maßnahmen erreicht wird, bezifferten Domany und Winkler mit rund 200 Millionen Schilling innerhalb der nächsten zwei Jahre. Neue Leistungspakete, die für die österreichischen Außenhandelsfirmen vor allem in den Bereichen New Economy, E-Business und Technologietransfer konzipiert und angeboten werden, sollen auf dem Prinzip der Leistungsverrechnung beruhen und somit auch zu neuen Einnahmen für die AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH führen. (Ne)

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