Wirtschaftskammer-Reform: Fleischer eröffnen Koordinationsbüro Fleischer-Gewerbe und -Industrie sparen durch gemeinsames Büro enorme Kosten - Leitl: "Geist der Reform greift schon" - BILD (web)

Wien (OTS) - Die Reform der Wirtschaftskammern nimmt Gestalt an. "Mit Stolz" konnte heute Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, das Koordinationsbüro "Fleischwirtschaft" zwischen Fleischergewerbe und Fleischindustrie im Beisein von Komm.Rat Franz Laus, Bundesinnungsmeister des Fleischergewerbes, Komm.Rat Ernest Pollak, Obmann der Fleischwarenindustrie, und Komm.Rat Johann Sulzberger, Fachverbandsvorsteher-Stellvertreter der Lebensmittelindustrie, eröffnen. Der freiwillige Zusammenschluss, der dem Beschluss zur Kammerreform auf Bildung von Branchenverbünden folgt, zieht zugleich enorme Einsparungseffekte mit sich. So werden alleine im Personalbereich 1,8 Millionen Schilling gespart. Hinzu kommen noch Reduktionen im Bereich der Verwaltungskosten, die sich nicht zuletzt auch aufgrund des vermehrten Einsatzes digitaler Kommunikationsmittel ergeben. Zum Geschäftsführer des Kooperationsbüros wurde einstimmig der Nahrungsmittelexperte Dr. Reinhard Kainz bestellt. Kainz ist seit 1989 in der Fleischwaren-Industrie tätig und führte seit einigen Jahren auch Verhandlungen in Brüssel für die europäische Fleischindustrie. Durch die Zusammenarbeit wird aber die Kollektivvertragshoheit der beiden Fachorganisationen nicht berührt.

Die gewerblichen und industriellen Fleisch- und Fleischerzeugnishersteller umfassen gemeinsam rund 2.100 Betriebe, produzieren jährlich Lebensmittel im Wert von ca. 32 Mrd. Schilling und beschäftigen über 20.000 Arbeitnehmer. Durch ihr gemeinsames Büro wollen sie künftig "Synergien erzielen" und eine "bestmögliche Vertretungs- und Betreuungsqualität" für ihre Mitgliedsbetriebe sicherstellen. Sie folgen dabei auch dem Wunsch des WKÖ-Präsidenten Branchenverbünde zu bilden, um die Schlagkraft der Interessenvertretung zu erhöhen und den brancheninternen Interessenausgleich zu optimieren.

"Die Kammerreform hat uns in unserem stürmischen Drängen auf Zusammenarbeit nur unterstützt", kommentierte Fleischer-Bundesinnungsmeister Franz Laus den Entschluss des Fleischergewerbes auf Kooperation. Ähnlich Ernest Pollak, Obmann der Fleischwarenindustrie: "Wir erwarten ganz im Sinne der Reform große Einsparungen." Dabei setzt Pollak vor allem auf die Bereiche Personal und Verwaltung. "Neben konkreten Personalkosten in der Höhe von 1,8 Million wird sich durch den Einsatz digitaler Medien auch der Verwaltungs- und Zeitaufwand reduzieren."

Für die Lebensmittelindustrie unterstrich Fachverbandsvorsteher-Stellvertreter Johann Sulzberger nochmals den neuen Geist der Zusammenarbeit. "Wir sind gerne in Vertrauensvorlage für eine Kooperation zwischen Gewerbe und Industrie getreten." Und auch Sulzberger erwartet sich durch diesen Schritt Vorbildwirkung für andere Fachverbände auszulösen.

Damit kann sich Christoph Leitl mit dem bisherigen Verlauf der Kammerreform durchaus zufrieden zeigen. Neben ersten konkreten Schritten im Bereich der Außenwirtschaftsorganisation zeigen nun auch die Fachverbände Willen zur Reformbereitschaft. Ganz in diesem Sinne lobt Leitl auch den mutigen Schritt der Fleischwirtschaft: "Ihr Miteinander wird Vorbild für andere in unserer Organisation sein. Durch Ihre Kooperation zeigen Sie, dass es möglich ist, Vorbehalte und Ängste zwischen verschiedenen Sparten wie Gewerbe und Industrie abzubauen. Gemeinsam sind wir stärker - der Geist der Reform greift." (AB)

(Siehe auch APA/AOM - Original Bild Service) Bild auch abrufbar auf APA/OTSweb: http://www.ots.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Reinhard Kainz Geschäftsführer des
Koordinationsbüro der Fleischwirtschaft
Tel.: (01) 50105-3650

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEE/OTS