Landesverwaltung rund um die Uhr online

Schausberger: Neue Medien noch vermehrt für bürgerfreundliche Serviceleistungen der Salzburger Landesverwaltung nutzen

Salzburg (OTS) - Salzburg setzt auf e-Government.
In der Landesverwaltung laufen die Vorbereitungen auf
Hochtouren, damit die Bürger einen Großteil der Verwaltungsarbeiten und der Serviceangebote des Landes
über neue Medien wie Internet oder e-mail nützen
können. "Mit der frühen Einführung der elektronischen Aktenevidenz in den 80er Jahren, dem Internet-Auftritt
1996 und der flächendeckenden Umstellung auf e-mail in
der Landesverwaltung 1998, sind alle wichtigen Infrastrukturvoraussetzungen geschaffen. Was jetzt
folgen muss, ist der Endausbau zu e-Government, der Online-Verwaltung", erklärte heute, Dienstag, 23.
Jänner, Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger.

Dies bringt für alle Salzburgerinnen und Salzburger
deutliche Vorteile durch mehr Effizienz, raschere
Abläufe und größere Transparenz bei typischen Verwaltungsabläufen, so der Landeshauptmann.
24 Stunden lang Zugang zu Informationen zu haben und
bei der Kommunikation Kosten zu sparen, seien
zweifellos wesentliche Vorteile von e-Government.
Dabei wurde und wird bei den Vorbereitungsmaßnahmen im
Land auch darauf geachtet, dass die technischen
Voraussetzungen durch Server, Vernetzung,
Internetzugang, aber auch Sicherheitsmaßnahmen erfüllt
werden.

e-Government in Salzburg: Wie geht es weiter?

Im November 2000 hat Landeshauptmann Schausberger die
Erstellung eines Konzeptes für die nächste Stufe von
e-Government in Auftrag gegeben, die Pilotphase dazu
steht unmittelbar bevor. Als erster Schritt sollen die
Formulare im Internet durch eine eigene Applikation
noch komfortabler und leichter zu benutzen sein. Dabei
meldet sich der Bürger/die Bürgerin im System an und
die von ihm/ihr eingegebenen Daten werden zum
automatischen Ausfüllen des Formulars verwendet. Die
Formulare müssen nicht mehr auf den eigenen PC geholt
werden, sondern man greift dann auf das zentral zur
Verfügung stehende Formular zu. Für weitere Schritte
gibt es Hilfeanweisungen. Wichtig dabei: Dokumente
können als Anlage mitgesendet werden. Nach Beendigung
der Eingaben wird der Antrag über Internet
entgegengenommen und dem Kunden angeboten, das
ausgefüllte Formular zu Hause auszudrucken.
Gleichzeitig erhält der Nutzer/die Nutzerin eine
Bestätigung mit den Antragsdaten und einer
Identifikationsnummer. Damit können Nachfragen rasch
zugeordnet werden. Durch die Verschlüsselung der Daten
ist die hohe Sicherheit für die Antragsteller
gewährleistet. Mitte 2001 wird diese Phase umgesetzt
sein. Damit kommuniziert die Landesverwaltung nicht
nur über Internet mit den Bürgerinnen und Bürgern,
sondern bindet diese aktiv in die Verfahren ein. Die
letzte und bereits geplante Stufe zur
"Landesverwaltung online" wird erreicht, wenn die
Bürger jederzeit Einblick in ihren laufenden Akt über
das Internet nehmen können.

Voraussetzungen stimmen

Im Land Salzburg wurde auf das Internet-Zeitalter
durch massive Investitionen in die technische
Infrastruktur rechtzeitig reagiert. Zwischen 1995 und
1998 wurde eine zeitgemäße Vernetzung verwirklicht,
inzwischen verfügen beinahe alle Landesbediensteten
über einen PC-Arbeitsplatz sowie über eine persönliche e-mail-Adresse. "Damit ist auch die direkte
Kontaktaufnahme mit dem/der zuständigen
Sachbearbeiter/in gewährleistet, unterstrich der
Landeshauptmann. Ab 1998 wurden die ersten Formulare
ins Netz gestellt. Heute sind mehr als 180 Formulare,
in übersichtliche Bereiche eingeteilt, verfügbar.
"Jetzt sind weitere wichtige technische und
gesetzliche Voraussetzungen reif für den Schritt zur
vollständigen Digitalisierung", so Schausberger. Denn
bisher war es auf Grund der fehlenden Möglichkeiten,
auch digital zu unterschreiben, immer noch notwendig,
ein Online-Formular auszudrucken und zumindest
unterschrieben zurückzufaxen bzw. auf dem Postweg zu
senden. Ab Ende März 2001 wird die elektronische
Signatur in Salzburg in einem Pilotprojekt erprobt.
Weitere e-Government-Lösungen, wie das
Geoinformationssystem (Naturschutz, Raumplanung,
Wasserschutz), die Weiterbildungsdatenbank des
Bildungsnetzes (WBDB) oder das Salzburger Betriebsansiedlungsinformationssystem (SABSI) wurden
verwirklicht. Darüber hinaus können die Kunden der Landesverwaltung auf ein reichhaltiges Angebot von
mehr als 40.000 Seiten mit Informationen über die
Dienste der einzelnen Abteilungen und der
Bezirkshauptmannschaften ebenso zurückgreifen wie etwa
auf Verordnungen, Rechtstexte, Pressetexte oder
Baustellenmeldungen usw.

Die Bezirkshauptmannschaften sind im Behördenführer
help.gv.at. des Bundes berücksichtigt und Bürgerinnen
und Bürger können so auf das Informationsangebot der Bezirkshauptmannschaften zugreifen, das den
Österreich-Vergleich nicht zu scheuen braucht. Der Internet-Auftritt der Bezirkshauptmannschaften wurde
vereinheitlicht und vervollständigt. Die Gemeinden
wurden auf Grund einer Initiative des Landes in das
Salzburger Bildungsnetz eingebunden und können dadurch
auf eine Reihe von Applikationen und
Informationssammlungen des Bundes und des Landes, wie
beispielsweise die Grundbuchdatenbank, die
Firmendatenbank, das Rechtsinformationssystem, das Geo-Informationssystem usw., zugreifen. "Damit wurde
auch das letzte Glied in der Kette Bund-Land-Gemeinden
geschlossen und die Gesamtinfrastruktur für e-
Government vorbereitet", erklärte der Landeshauptmann.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

"Doch bei all den Vorteilen der Technik soll nicht
vergessen werden, dass für Landespolitik und
Landesverwaltung der Mensch mit seinen Anliegen im
Mittelpunkt steht, wir machen uns jedoch die
Möglichkeiten der modernen Technik zu Nutze, um diesem
Anspruch bestmöglich zu entsprechen", sagte
Schausberger abschließend.

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