Wieder mehr Investitionen im Tourismus

Kooperationen als Antwort auf zunehmende Globalisierung - BSO Schenner vor in- und ausländischen Journalisten in Linz

Linz (PWK035) - Die seit drei Jahren allgemein verbesserte Lage im Tourismus führt dazu, dass die Betriebe vermehrt in Ausstattungsqualität und Erlebnisangebote investieren. So verzeichnet die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) eine Zunahme der Kreditansuchen im Jahre 2000 um 10 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Das hochgerechnete Gesamtinvestitionsvolumen der Betriebe liegt somit 2000 bei 15 bis 18 Milliarden Schilling. Neben naturgemäß notwendigen Erneuerungsinvestitionen sind das vor allem Investitionen in die Freizeitinfrastruktur, in Allwettereinrichtungen, Schwimmbäder u.a.m., erklärte der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner, am Dienstag in einer internationalen Pressekonferenz im Rahmen der gegenwärtig in Linz stattfindenden Tourismusbörse atb.

Die Logistik in vielen Wintersportorten habe sich deutlich verbessert. Man könne heute fast überall die Sportausrüstung anmieten, statt sie mitbringen zu müssen. Auch die touristischen Informations- und Buchungssysteme seien inzwischen überwiegend sehr leistungsfähig geworden. Eine hohe Anzahl der österreichischen Betten, vom 1- bis zum 5-Sterne-Betrieb, vom Privatzimmervermieter bis zu den Ferienwohnungen, könne nun per "Maus-Klick" weltweit gebucht werden.

Die Internet-Buchungen erreichen derzeit erst wenige Prozent, nehmen aber rasch zu, vor allem bei der Jugend. Die Systeme sind daher weiter zu verbessern und auszubauen. Vor allem die vielen Kleinbetriebe, die für viele Gäste eine besonders gute und persönliche Betreuung bieten, müssten verstärkt in die elektronischen Märkte einbezogen werden, sagte Schenner.

Der zunehmenden Globalisierung tritt die Tourismuswirtschaft mit verstärkten Kooperationen entgegen. "Wir haben seitens der Interessensvertretung bereits seit Jahren auf Kooperationen gesetzt und dazu auch viele Beratungs- und Förderungsaktionen in die Wege geleitet. Es gibt in der Zwischenzeit gute Ansätze, allerdings sind viele Kooperationen noch nicht straff genug organisiert", stellte Schenner fest.

Der Sommerurlaub bleibe ein gewisses "Sorgenkind", obwohl sich die Situation seit 1997 leicht verbessert hat. Der Durchbruch wurde jedoch noch nicht erreicht.

Positiv ausgewirkt haben sich die Investitionen in Schlechtwetter-Alternativprogramme.. Auch eine mehrtägige Regenperiode könne heute in vielen Orten die Urlaubsfreude der Gäste nicht mehr trüben. Neben dem klassischen Wandern und Bergsteigen gebe es inzwischen eine Reihe neuer Trendsportarten. Auch die Nationalparks mit ihren attraktiven Naturwanderwegen und die vielen Radwege entlang der Seen und der Donau werden immer stärker angenommen.

"Wir müssen den Sommer emotional noch besser besetzen, vielleicht mit der Mystik unserer Berge und Landschaften, mit klaren Marken und Aussagen", meinte der Sektionsobmann.

Österreich liege, was die touristische Ausbildung betrifft, im weltweiten Vergleich an der Spitze. "Bei uns stehen derzeit rund 13.000 Lehrlinge und 9.000 Schüler in einer qualifizierten touristischen Fachausbildung. Viele der Absolventen unserer Tourismusschulen machten und machen weltweit Karriere. Die Ausbildung ist die Investition in die Zukunft unserer Branche schlechthin". (hp)

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