Jordaniens intensive Wirtschaftsreformen werden Außenhandel mit Österreich beleben

König Abdullah II von Jordanien zu Wirtschaftsgesprächen mit WKÖ-Präsident Leitl und österreichischen Exportfirmen in der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (PWK034) - Unter König Abdullah II Bin Al-Hussein, der die Lösung der wirtschaftlichen Probleme seines Landes zur wichtigsten Priorität erklärt hat, verfolgt das Königreich Jordanien zur Zeit ein enormes Reformprogramm. "Jordanien hat vergangenes Jahr ein Freihandelsabkommen mit den USA abgeschlossen, trat im Dezember der WTO bei, das Assoziationsabkommen mit der EU, welches von Österreich bereits ratifiziert wurde, wird demnächst in Kraft treten und ein bilaterales Investitionsschutzabkommen mit Österreich wird gerade unterzeichnet. Dies sind ausgezeichnete Vorzeichen, die eine weitere Belebung des Außenhandels zwischen Jordanien und Österreich erwarten lassen", erklärt WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der am Dienstag, dem 23. Jänner, mit König Abdullah II in der Wirtschaftskammer Österreich zusammentrifft.

Bei dem Treffen werden Repräsentanten führender österreichischer Unternehmen die Möglichkeit haben der begleitenden jordanischen Regierungsdelegation, der auch Premierminister Ali Abu Ragheb angehört, aktuelle Projekte und neue Kooperationsvorhaben vorzutragen.

Die österreichischen Ausfuhren nach Jordanien verzeichneten in den letzten drei Jahren überdurchschnittlich hohe Steigerungsraten und erreichten 1999 einen Rekordwert von 580 Mio Schilling (+146 Prozent). Dieser sprunghafte Anstieg war auf zwei Großlieferungen zurückzuführen, die 2000 nicht mehr erfolgten und daher auch den Exportrückgang der ersten zehn Monate 2000 von 33 Prozent relativieren. Traditionelle österreichische Exportwaren nach Jordanien sind Maschinen, Anlagen, Arzneimittel, Kunststoffe, Papier und Glaswaren. Die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ setzt sich mit einer eigenen Außenhandelsstelle in Amman besonders für die Vertiefung des Außenhandels zwischen Österreich und Jordanien ein und plant noch für heuer gegenseitige Besuche von Wirtschaftsdelegationen.

Gut etabliert hat sich Jordanien vor allem als Lieferant und Transitland in den Irak im Rahmen des "Oil for Food"-Programms. Nach Österreich liefert das Königreich in erster Linie Bekleidung, Gemüse, kosmetische Erzeugnisse und Kunststoffwaren.

Die Wirtschaftsaussichten für Jordanien werden von ausländischen Experten als günstig beurteilt. Nach fast vier Jahren Stagnation konnte das BIP im Jahr 2000 um etwa 2,5 Prozent wachsen und soll in den darauf folgenden Jahren 4 Prozent übersteigen. Die jordanische Regierung setzt zahlreiche Bemühungen um die Konjunktur weiter anzukurbeln. So wurden Privatisierungsprojekte mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds ausgearbeitet und in Aqaba eine Sonderwirtschaftszone eingerichtet. Neue Wachstumsimpulse erwartet man in den kommenden Jahren besonders aus den Bereichen Fremdenverkehr und Informationstechnologie, zumal sich Jordanien zu einem Dienstleistungszentrum des Nahen Ostens entwickeln soll. (Ne)

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