Erster großer Kollektivvertrag im Sozialbereich

Caritas übernimmt Vorreiterrolle

Wien (OTS) - Als "Meilenstein" bezeichnet Caritas- Präsident Franz Küberl den Abschluss des Kollektivvertrags zwischen Caritas und Gewerkschaft. Es ist der erste große Kollektivvertrag im Sozialbereich und hat Signalwirkung für alle sozialen Organisationen und Einrichtungen. Die wesentlichen Errungenschaften für die 6.500 MitarbeiterInnen der Caritas-Organisationen in den einzelnen Diözesen sind flachere Gehaltskurven mit höheren Einstiegsgehältern, die 37,5-Stunden Woche und flexiblere Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit eines sechsmonatigen Sabbaticals.

"Ziel des Vertrags war es, die Bedürfnisse der betreuten Menschen durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung optimal zu erfüllen und gleichzeitig für die MitarbeiterInnen eine familienfreundliche Lösung zu finden", erklärt Dr. Raimund Badelt, Generalsekretär der Caritas Wien und Chefverhandler der Caritas.

Die Gewerkschaft freut sich über die Vorbildwirkung der Caritas. "Der vorliegende Vertrag ist ein hervorragendes Beispiel für eine aktiv gelebte Sozialpartnerschaft. Das ist in Zeiten, in denen dieses österreichische Erfolgsmodell von vielen Kräften zur Disposition gestellt wird, ein wichtiges Signal", sagt GPA- Vorsitzender Hans Sallmutter. Die 37,5 Stunden Woche ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Caritas mit den Ressourcen der Menschen verantwortungsvoll umgeht. Sie bietet vor allem für Frauen und Männer mit Familien attraktive Varianten der Zeiteinteilung mit flexiblen Lösungen.

Die flacheren Gehaltskurven, das heißt höhere Einstiegsgehälter, und damit mehr Geld in Zeiten der Familiengründung, setzen positive Trends in der modernen Sozialpolitik. Sie helfen auch die problematische Altersarbeitslosigkeit einzudämmen und geben so vor allem auch älteren ArbeitnehmerInnen im zukunftsträchtigen Sozial-und Gesundheitswesen eine neue Chance.

Jede Arbeit ist der Caritas gleich viel wert: Wo immer die MitarbeiterInnen in den vielen Bereichen der Caritas tätig sind - in der Behindertenarbeit, in der Ausländerberatung oder für alte Menschen - alle Bereiche sind finanziell gleich gestellt. Die Hilfe der Caritas von Mensch zu Mensch macht die MitarbeiterInnen zur wichtigsten Ressource der Organisation. "Sie brauchen ein gutes Rüstzeug um anderen helfen zu können", betont Christine Boller für die Caritas-Betriebsräte, die wesentlich am Zustandekommen des Kollektivvertrags mitgewirkt haben, "dazu gehören auch gut geregelte Arbeitsbedingungen, die ein herzliches und professionelles Helfen möglich machen."

Weiterbildungsmaßnahmen und ein Sabbatical von sechs Monaten (nach 4,5 Jahren Beschäftigung bei 90 % des Gehalts) geben den ArbeitnehmerInnen zusätzlichen Raum für persönliche Entwicklung. "Uns ist bewusst, dass die Caritas nicht nur predigen und fordern darf, wir müssen unseren Überzeugungen auch in der internen Organisation immer wieder Taten folgen lassen. In diesem Sinne ist der Kollektivvertrag ein bedeutender Schritt und wird für viele Vorbildcharakter haben", ist Franz Küberl überzeugt.

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