Kollross: Keine Bewilligung für einen Aufmarsch von Neonazis in Österreich!

Sozialistische Jugend Vorarlberg: Wehret den Anfängen!

Wien (SK) Im Februar soll in Koblach/Vorarlberg ein internationales Skinheadtreffen stattfinden, teilte heute der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Andreas Kollross, dem SPÖ-Pressedienst mit. "Die Behörden machen den Anschein, als ob diese auf dem rechten Auge blind wären und rühren bis dato keinen Finger, um dieses Neonazitreffen zu untersagen", so Kollross. ****

Die Aktivitäten und Vorfälle der letzten Monate ließen auf eine gut organisierte Neonazi-Szene mit Kontakten zu ausländischen Gesinnungsbrüdern schließen. Der Überfall auf das Koblacher Lokal vor einigen Wochen sei nicht die Tat einzelner betrunkener Jugendlicher gewesen, sondern ein gut organisierter Angriff, so die Vorarlberger JungsozialistInnen. Die gezeigte Brutalität sei beispiellos. Dabei handle es sich aber nur um die Speerspitze des rechten Terrors im Lande, viele Übergriffe auf Jugendliche und zugewanderte MitbürgerInnen würden nie an die Öffentlichkeit gelangen.

Unter diesen Umständen sei es unverständlich, dass die Sicherheitsdirektion nicht ein klares Verbot für das geplante Neonazikonzert im Februar in Koblach ausspricht. Diese Konzerte seien der Deckmantel für die Organisierung, Mobilisierung und Finanzierung der Szene. Hinter diesem Konzert stecke die Vorarlberger Sektion von "Blood&Honour", einer internationalen Neonaziorganisation, die vom bundesdeutschen Verfassungsschutz letzten September verboten worden ist. Die Feldkircher Gruppe grüßte in einem Artikel im Magazin "Blood&Honour - Division Österreich" unter anderem den verurteilten Mörder und Bombenleger Franz Fuchs.

Die Bewerbung des nächsten Konzertes in Koblach laufe über ein europaweites Neonazinetzwerk im Internet. Es werden mehrere hundert Faschisten aus mindestens sechs europäischen Ländern erwartet. Dies sei durch relativ oberflächliche Recherchen der JungsozialistInnen zu Tage getreten. "Wenn sich die Polizei nur halbwegs um diese Szene kümmern würde, müsste dies auch ihr bekannt sein", so Kollross.

Die SJ Vorarlberg ist sich sicher, dass die große Mehrheit der Landesbevölkerung hinter ihr stehe, wenn sie ein klares Verbot dieser Veranstaltung fordert. "Drücken die Behörden wieder einmal ihr rechtes Auge zu, dann wird dies nicht einfach hingenommen." Mit einer Gegendemonstration wird zu rechnen sein. Hier haben sie auch die Unterstützung ihrer Bundesorganisation. Ihr Vorsitzender Andreas Kollross meint diesbezüglich, "dass es nicht angehen kann, dass ewiggestrige Ideologie ohne Widerstand der Behörden in Vorarlberg zur Schau getragen werden kann". Die Sozialistische Jugend wird gegebenenfalls bundesweit für den notwendigen Protest sorgen, sollte diese Neonaziversammlung nicht untersagt werden. (Schluss) ml/mp

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