AK-Präsident Wipplinger: Märchenstunde über zu hohe Lohnnebenkosten endlich beenden

Linz (AKO) "Das ist nicht einmal die halbe Wahrheit", so kommentiert AK-Präsident Hubert Wipplinger den Aufschrei der Unternehmer, dass die Mehrbelastung bei der Finanzierung der Pensionen auf ihren Rücken ausgetragen werde. "Jede Erhöhung des Zusatzbeitrages zur Pensionsversicherung wurde mit einer Senkung der Lohnnebenkosten wett gemacht."

In Österreich werde der Zusatz-Beitrag zur Pensionsfinanzierung zu drei Viertel den Unternehmern aufgehalst. Davon würden jedoch 96 Prozent in die Arbeitnehmerkassen fließen und nur zwei Prozent in die der Unternehmer, klagt Wirtschaftskammer-Präsident Sigl und verweist auf die angeblich viel bessere Situation in der Schweiz.

"Sigl vergisst jedoch zu erwähnen, dass jede Anhebung des 1977 eingeführten Zusatzbeitrages zur Finanzierung der Pensionen mit einer Entlastung bei den Lohnnebenkosten im mindest gleich hohen Ausmaß ausgeglichen wurde", stellt AK-Präsident Hubert Wipplinger die Sache ins richtige Licht. So wurde etwa der Beitrag zum Familienlastenausgleich zwei Mal herabgesetzt, der Dienstgeber-Beitrag zur Wohnbeihilfe abgeschafft und der Beitrag zur Unfallversicherung gesenkt.

"Auch der Vergleich mit der Schweiz hinkt", sagt Wipplinger. Dort ist nämlich die Aufbringung der Beiträge zur Pensionsversicherung nicht auf die laufenden Einkommen der Arbeitnehmer beschränkt. Es werden etwa auch Kapitalerträge, Spekulationsgewinne und Vermögen erfasst. Dass in der Schweiz die Altersvorsorge aus der ersten -staatlichen - Säule weder von der Beitragshöhe noch von der Pensionshöhe her das österreichische Ausmaß erreicht, liegt auch daran, dass es verpflichtend eine zweite, die betriebliche, Säule gibt.

Zurechtrücken müsse man immer wieder auch das Gejammere der Unternehmer über ihre niedrigen Pensionen, so der AK-Präsident. Zum einen erreicht der Eigenfinanzierungsgrad nur ein äußerst geringes Niveau (Bundeszuschuss je Pension: Arbeitnehmer 17 Prozent, Unternehmer 60,8 Prozent, Bauern 79,9 Prozent), zum anderen wird die Pension der Selbstständigen im wesentlichen von ihrer Steuerleistung berechnet. "Abgesehen von den kleinen Gewerbetreibenden braucht sich daher niemand, der jede erdenkliche Möglichkeit zur Steuersenkung nutzt, zu wundern, wenn auch seine Pension niedrig ausfällt", stellt Wipplinger fest.

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