Huber zur "Schweine-Affäre": Molterer soll Konsequenzen ziehen

Besitz von illegalen Arzneimitteln soll unter Strafe gestellt werden

Wien (SK) "Minister Molterer sollte schleunigst die Konsequenzen ziehen", forderte SPÖ-Lebensmittelsprecherin Anna Huber in bezug auf die Rolle von Landwirtschaftsminister Molterer in der "Schweine-Affäre". Molterer habe offensichtlich "jahrelang die Praktiken der Schweinezüchter gedeckt und ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit und dem Leben der Konsumenten zugelassen", kritisierte Huber am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Huber forderte zudem ein Verbot des Besitzes von nach Österreich illegal eingeführten Arzneimitteln. ****

Huber bemängelte weiters, dass die Zahl der Futtermittelkontrollen, die in den letzten zwei Jahren um rund 30 Prozent reduziert worden seien, erst nach dem Auftauchen der jüngsten Verdachtsmomente auf Verfütterung von illegalen Medikamenten in der Schweinemast wieder zugenommen hätten, obwohl etwa "Vier-Pfoten" über Jahre hinweg auf Verstöße hingewiesen und diesbezüglich auch Strafanzeigen eingebracht worden seien. "Offensichtlich wollte man nichts finden", kritisierte Huber.

Laut Berichten in "Format", könnte die Hälfte aller in Österreich gemästeter Schweine von der Verfütterung illegaler und gesundheitsschädigender Medikamente betroffen sein, gab Huber zu bedenken. Es stelle sich daher die Frage, wem die Österreicher überhaupt noch vertrauen könnten.

Als weitere Konsequenz aus der "Schweine-Affäre" fordert Huber auch ein Verbot des Besitzes von nach Österreich illegal eingeführten Medikamenten. Dies sei deshalb notwendig, da nach der derzeitigen Gesetzeslage lediglich die Einfuhr solcher Arzneien, jedoch nicht deren Besitz unter Strafe gestellt sei, erklärte die SPÖ-Abgeordnete.

Huber kritisierte in diesem Zusammenhang auch die ÖVP, deren Landwirtschaftsvertreter auf entsprechende Vorschläge der SPÖ nur mit "wütendem Geschrei" reagiert hätten, da man beabsichtige, die Bauern zu kriminalisieren. Vielmehr sei die Verfütterung von illegalen Arzneien ein entscheidender Wettbewerbsnachteil für jene Züchter, die bei der Schweinemast nach bestem Gewissen vorgehen, stellte Huber richtig. "Es ist eine Schweinerei, dass offensichtlich nach wie vor die Denkweise 'alles ist egal, Hauptsache der Profit stimmt' vorherrscht", unterstrich Huber abschließend. (Schluss) hm

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