Bundeskreditsektion: Bedingungen für Anerkennung des internen Ratings entscheidend

Start der 2. Konsultationsphase zu den neuen Eigenmittelstandards

Wien (PWK033) - Nach den erfolgreichen Bemühungen der Kreditwirtschaft um die gleichzeitige und gleichberechtigte Akzeptanz des internen Ratings ist nun die Festlegung geeigneter Kriterien für die aufsichtsrechtliche Anerkennung dieser bankinternen Risikobeurteilung die entscheidende Frage für das Funktionieren des neuen Eigenkapitalsystems, betonte Syndikus Dr. Herbert Pichler bei der Veranstaltung der Bundessektion Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich mit dem für diese Fragen zuständigen Vertreter der Generaldirektion Finanzdienstleistungen der EU-Kommission Jürgen Baum am Montag, 22. Jänner 2001 in Wien.

Die in dem vergangene Woche in New York veröffentlichten neuen Konsultationspapier für weltweite Eigenkapitalbestimmungen der Banken enthaltene Tatsache, dass sich die Eigenkapitalunterlegung von Kreditrisken stärker am wirtschaftlichen Risikogehalt orientieren soll, und die Eigenmittelvorschriften von Kreditinstituten weiterentwickelt werden, wird von der österreichischen Kreditwirtschaft im Grundsatz begrüßt.

Da die für dieses System notwendigen externen Ratings in Österreich und in vergleichbaren Ländern jetzt und in absehbarer Zeit aber nicht ausreichend vorhanden sind, war die österreichische Kreditwirtschaft in der Stellungnahme zum ersten Konsultationspapier des Basler Ausschusses und der Europäischen Kommission darum bemüht, die gleichwertige und gleichzeitige Anerkennung des internen Ratings sicherzustellen.

Bei der nun beginnenden zweiten Diskussionsphase wird es vor allem darauf ankommen, dass die Bedingungen für die Anerkennung des internen Ratings so gestaltet werden, dass die ohnehin sehr kostenintensiven Aufwendungen in Grenzen gehalten werden. Die Voraussetzungen müssen daher so gestaltet werden, dass sie von den Kreditinstituten auf breiter Ebene tatsächlich erfüllbar sind, ohne dass es zu Wettbewerbsnachteilen für Kreditinstitute oder Gruppen von Kreditinstituten kommt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass diese Anforderungen im Hinblick auf die geforderten Datenreihen über Ausfallswahrscheinlichkeiten möglichst frühzeitig präzisiert werden, um angesichts der spätestens für 2004 durch die Übernahme in das nationale Recht vorgesehenen Systemumstellung den Kreditinstituten die entsprechende Vorbereitung zu ermöglichen.

Diese Forderung ist auch im Interesse der gesamten Wirtschaft gelegen, da das künftig weltweit vorgelegte System und der daraus erwachsende Einführungsaufwand mit hohen Kosten für die Banken verbunden ist. (RH)

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