Farthofer: Trotz Tiermehlverbot - ÖVP-Bauern-Kalender verfüttert Tiermehl an Rinder

Nur ein Lapsus, oder praktizierte Praktik - trotz zehnjährigem Tiermehlverbot bewirbt man im VP-Bauernbund Tiermehl für Rinder

St. Pölten, (SPI) - "Die aktuelle, für die Konsumenten sehr verunsichernde und die Landwirtschaft sehr schmerzhafte BSE-Diskussion in Österreich ist um eine schlimme Facette reicher. Trotz des in Österreich bereits seit 10 Jahren bestehenden Verfütterungsverbotes von Tier- und Knochenmehl an Rinder bewirbt der nagelneue ÖVP-Bauernbundkalender 2001 die Verfütterung dieser verbotenen Substanzen an Rinder. Ein dummer Lapsus oder Ausdruck einer noch immer vereinzelt vorkommenden Praxis", fragt sich der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Erich Farthofer.****

Wenn diese Futtermitteltabelle auf Seite 210 des VP-Bauernbundkalenders jedenfalls mehr ist als ein 10 Jahre verschlampter Fehler, so sind die Agrarverantwortlichen in Bund und Länder zur Aufklärung aufgerufen. In Niederösterreich, dessen Landwirtschaftskammer sich zu dieser gesetzwidrigen Empfehlung noch nicht geäußert hat, sollten sich auch Bauernkammer-Funktionär LH Erwin Pröll und Agrarlandesrat Plank bemühen, den Konsumenten Aufklärung zu bieten. "Tiermehl für Wiederkäuer ist verboten. Jeder, der sich wissentlich über dieses Verbot hinwegsetzt, nimmt ebenso wissentlich die Gefährdung der Gesundheit der Konsumenten in Kauf. Die BSE-Krise sollte endlich einmal Anlass sein, einen Umdenkprozess in der Landwirtschaftspolitik einzuleiten. Agrarindustrien und Großzuchtanlagen widersprechen nicht nur der von den Konsumenten geforderten Qualität landwirtschaftlicher Produkte, sie drängen letztlich auch die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe, die sich der naturnahen Aufzucht und Fütterung verschrieben haben, vom Markt. Nach 10 Jahren sollte auch der ÖVP-Bauernbund darauf reagieren", so Farthofer.
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