LR Knotzer: Ausverkauf von Genossenschaftswohnungen - die meisten Mieter wollen keine Eigentümer werden

Wohnungen werden Spekulationsobjekte für Makler und Konzerne

St. Pölten, (SPI) - "Die Änderung des Wohnbaugemeinnützigkeitsgesetzes, nämlich die Aufhebung der Gemeinnützigkeit und den Verkauf der Genossenschaftswohnungen an Private, hat genau jene Folgen, welche die Sozialdemokraten immer befürchtet haben. Der Beschluß der blauschwarzen Bundesregierung, Tausenden Mietern ihre Wohnungen zu verkaufen und den Erlös ins Budget umzuleiten, bedeutet nicht nur massive Verschlechterungen und Verteuerungen für die Mieter, ihre Wohnungen werden wohl mehrheitlich als Spekulationsobjekte in den freien Immobilienmarkt einfließen. Die meisten Mieter wollen keine Eigentümer werden, das Interesse liegt deutlich unter 25 Prozent", so Niederösterreichs Wohnbaulandesrat Fritz Knotzer zu einer jüngsten Meldung der Bundes-Wohnungsgesellschaften (BUWOG), wonach ein sehr geringes Kaufinteresse der Mieter an Genossenschaftswohnungen bestehe.****

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Welcher Wohnungsmieter hat schon von heute auf morgen bis zu einer Million Schilling zur Verfügung, um dieser Regierung seine Genossenschaftswohnung abkaufen zu können? Läßt der Mieter allerdings die Sechsmonatsfrist verstreichen, so können ganze Wohnblocks auf dem freien Immobilienmarkt zum Verkauf angeboten werden. Die Häuser und Wohnungen werden damit Spekulationsobjekt für Makler und internationale Konzerne, was für de Mieter naturgemäß auch eine massive Verschlechterung ihrer Situation bedeutet.

"Höhere Mieten, weniger Investitionen in den Erhalt und die Modernisierung, Ausreizen der Obergrenzen nicht nur bei den Mieten, sondern auch bei den Erhaltungskosten und eine Entwicklung weg von unbefristeten zu befristeten Mietverträgen mit parallel ständig steigenden Mieten sind die negativen Auswirkungen, welche die Mieter aufgrund der Gesetzesänderung der Bundesregierung drohen. Letztlich droht eine komplette Abschaffung der Gemeinnützigkeit, Wohnungen werden nur mehr am freien Markt mit horrenden Maklerprovisionen und höheren Preisen zu bekommen sein. Darüber können sich wirklich nur jene freuen, die ein paar überschüssige Millionen für die Anlage in Immobilien übrig haben und große Gewinne erzielen wollen", kritisiert Knotzer.
(Schluss) fa

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