"profil": Die Wiener Universität für Musik steht vor Katastrophe

Ab März möglicherweise keine Zeugnisse, keine Diplomprüfungen und keine Inskriptionen mehr.

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerschaft der Universität für Musik und darstellende Kunst befürchtet in einer Aussendung, dass an ihrer Universität ab ersten März keine Prüfungen mehr angerechnet und keine Diplom- und Zulassungsprüfungen mehr abgehalten werden können. Weiters sei fraglich, ob eine Inskription noch möglich ist und Lehraufträge erteilt werden können.

Grund für die prekäre Situation: Bis ersten März muss die Universität die 1998 gesetzlich verordnete Uni-Reform umsetzen und in das neue Organisationsrecht (KUOG) "kippen". Die bisherigen Organisationseinheiten sind laut Gesetz mit März außer Kraft. Die neuen Organe, so berichtet das "profil", wurden aber zum Teil bis heute noch nicht gewählt. Weder wird am ersten März ein nach dem neuen Universitätsgesetz gewählter Rektor amtieren, noch wird es eine genehmigte Institutsordnung geben. Der Universität fehlen somit die für einen ordentlichen Studienbetrieb notwendigen Organe.

Zuständig für die Umsetzung des KUOG ist das Universitätskollegium. "Doch bislang", so ÖH-Vertreter Bernhard Kernegger zu "profil", "zeichnete sich dieses hausinterne Organ vor allem durch gesetzeswidrige Beschlüsse aus und verhinderte so ein zeitgerechtes 'Kippen'."

Werner Hasitschka. der Vorsitzende des attakierten Universitätskollegiums, weist "alle Vorwürfe" zurück und glaubt, "dass es keine Probleme geben wird". Die Rechtsentscheidung darüber, ob ab März ein ordentlicher Studienbetrieb möglich sein wird, liegt beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Der zuständige Beamte Peter Seitz konnte "profil" gegenüber jedoch "nicht sagen, wie die Rechtslage am ersten März sein wird". ÖH-Vorsitzende Michaela Nestler: "Wir befürchten das Schlimmste."

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