FORMAT: Schenk will Hackl und Brandauer als Josefstadt-Direktoren.

"Hackl oder Brandauer sind die richtigen Typen."

Wien (OTS) - Nach Helmuth Lohner nimmt nun auch Josefstadt-Doyen Otto Schenk zur Frage Stellung, wer nach Lohner Direktor im Theater in der Josefstadt werden soll.

Im Interview mit FORMAT plädiert Schenk für Karlheinz Hackl: "Ich kann ihn mir gut vorstellen, obwohl ich mich gar nicht traue, seinen Namen auszusprechen, sonst wird er noch von blöden Leuten abgeschossen. Der Hackl würde auch spielen an der Josefstadt, er hat eine große Kraft und ein großes Publikum. Er würde nicht gleich alle hinausschmeißen, sondern er würde hineinwachsen. Wenn man mit einem Säbel hineinhaut, ist die Josefstadt hin. Theater ist ein seltsames Wesen, das nur von Theaterleuten verstanden wird. Der Hackl sagt, es hat noch kein Politiker mit ihm gesprochen. Denen geht es ja nicht um die Josefstadt, nur um den Orden, den man kriegt, wenn man etwas einspart."

Auch Klaus Maria Brandauer könne er sich vorstellen, sagt Schenk:
"Das wäre auch schön, ich habe große Hochachtung für ihn. Hackl oder Brandauer sind die richtigen Typen. Ein leidenschaftlicher Wiener Schauspieler muß es werden, der dieses besondere Theater besonders liebt."

Und Schenk abschließend: "Es wäre falsch, einen deutschen Pleitegeier zu engagieren. Alle freien deutschen Theatermacher sind Pleitiers, in den Theatern, die die geführt haben, sind 15 Zuschauer gesessen. Die Josefstadt ist voll, die Leute stellen sich an für die Karten."

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